30.05.2012 10:04 Uhr -
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Sie ist nur ihre Vorleserin und doch ganz nah dran – an Königin Marie Antoinette, der Frau, die sie begehrt und bewundert wie niemand sonst. Dann erlebt Sidonie Laborde im Juli 1789 gemeinsam mit anderen Bediensteten auf Schloss Versailles den Ausbruch der Französischen Revolution. Zuerst sind es Kleinigkeiten, später gar Todeslisten, die das Gerede und die Angst bei Hofe befeuern. Sidonie sorgt sich um die geliebte Königin. Sie weiß nicht, dass diese einen Fluchtplan schmiedet, in dem die junge Vorleserin eine ganz besondere Rolle spielen soll.
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Die außergewöhnliche Perspektive auf eine der größten gesellschaftlichen Umwälzungen der letzten Jahrhunderte macht Benoît Jacquots Historiendrama spannend und sehenswert. Der diesjährige Eröffnungsfilm der Berlinale, der am Originalschauplatz gedreht wurde, verliert sich manchmal in Details, zeigt aber eindrucksvoll, wie faszinierend und trügerisch die vermeintliche Nähe zu den Mächtigen sein kann.
(Elke Eckert)
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