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Sex on the Beach - Review
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Nicht so gut wie Superbad, aber Fans von Teenie-Bad-Taste-Komödien kommen auf ihre Kosten.
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| Filmkritik | ||
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01.02.2012 09:30 Uhr -
Hangover wirkt harmlos gegen die Abenteuer dieses Kumpel-Quartetts: Was die Freunde Will, Neil, Simon und Jay bei ihrem Urlaubstrip erleben, ist der Gipfel des schlechten Geschmacks! Liebhaber von britischen Sitcoms kennen die vier Jungspunde möglicherweise schon, denn sie waren die Helden der preisgekrönten TV-Serie The Inbetweeners. Drei Staffeln lang ließen die Teen-Trottel keine Peinlichkeit aus – und sorgten damit stets für beste Einschaltquoten. Der Kinofilm schildert nun die Erlebnisse der Nerd-Kombo nach bestandenem Schulabschluss. In England belegte das Leinwand-Spin-off wochenlang Platz 1 der Charts.
Pussy-Patrouille Keine Sorge: Kenntnisse der Fernsehserie sind nicht erforderlich, um den Streifen zu verstehen! Zumal der Plot ohnehin denkbar simpel ist. Will, Neil, Simon und Jay wollen ihren ersten Urlaub ohne Eltern zelebrieren. Konkret gesagt: Sex und Komasaufen stehen auf dem Programm. Doch kaum vor Ort im griechischen Malia, dem Ballermann von Kreta, kommt alles anders als erhofft. Das Hotel entpuppt sich als versiffte Absteige. Der erste Abend auf "Pussy-Patrouille" (ein Begriff, den sich die Jungs auf pinkfarbene Partnerlook-Shirts haben drucken lassen) beschert nur Bekanntschaften mit wollüstigen Seniorinnen. Und anstatt in angesagten Clubs zu feiern, wird den Jungs nur der Einlass in gähnend leere Kellerbars gewährt. Es kommt natürlich noch dicker. Jay präsentiert sich nach einer Nacht im Ameisenhaufen mit ekelerregenden Pusteln im Gesicht. Sensibelchen Simon steigert sich in romantische Wahnvorstellungen, als er erfährt, dass seine Ex-Freundin ebenfalls in Malia weilt. Und Superstreber Will trägt die Umrisse eines Penis' auf seinem Rücken spazieren – das Ergebnis einer Spielerei mit Sonnencreme. Klingt alles ziemlich albern? Ist es auch! Das ist aber die Stärke des Streifens. Hier werden so hemmungslos plumpe Zoten losgelassen, dass man einfach drüber lachen muss. Zumal zu keiner Sekunde versucht wird, die Protagonisten auch nur ansatzweise cool wirken zu lassen. Nein, unsere vier Freunde wandeln konsequent am Rande der Erträglichkeit. Teen-Befindlichkeiten Nervig wird der Film hingegen ausgerechnet dann, wenn er sich um ernste Momente bemüht. Ihre persönliche Läuterung erfahren die Jungs, als sie auf eine Clique hübscher Engländerinnen treffen, die Gefallen an ihnen finden. Die Mädels sind clever, süß und witzig. Großzügig schauen sie unentwegt über die haarsträubende Dumpfbackigkeit ihrer Ferienflirts hinweg. Eigentlich müssten Will, Neil, Simon und Jay ihr Glück kaum fassen können – doch anstatt auf der Stelle mit den heißen Brit-Girls anzubandeln, haben sie sogar noch Überzeugungsbedarf, weil sie glauben, etwas Besseres verdient zu haben. An diesem Punkt wird die Handlung derart unrealistisch, dass sie echte Sympathiepunkte einbüßt. Nicht dass man liebenswerten Losern die heißen Bräute missgönnen würde. Das Problem ist vielmehr, dass die scharfen Miezen auch noch hartnäckige Jagd auf diese ignoranten Trottel machen müssen. Natürlich darf man eine triviale Komödie wie diese nicht zu ernst nehmen. Hier geht's um die Überzeichnung von Klischees und Geschmacklosigkeiten, nicht um seriösen Plot. Was den Spaßfaktor betrifft, kommt man auf jeden Fall auf seine Kosten – vorausgesetzt man mag derart gelagerte Filme. Was die subtilen Zwischentöne betrifft, hatte allerdings Superbad weitaus mehr zu bieten. Judd Apatow gelang es besser, bei aller Ausgelassenheit auch Herz für Teen-Befindlichkeiten zu vermitteln. Dörte Langwald (Christina Spring) Für weitere aktuelle News, Reviews und Specials folgen Sie uns auf Twitter. (- -) |
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