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Ein riskanter Plan - Review
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Gut gespielt, gut inszeniert, aber ein höchst schwaches Konzept. Immerhin unterhaltsam.
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| Filmkritik | ||
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25.01.2012 09:45 Uhr -
Viel spannender kann ein Film eigentlich nicht anfangen: Ein Mann kommt in ein teures Nobelhotel in New York, mietet sich eine Luxussuite, bestellt sich eine Flasche Champagner ... und schreibt einen Abschiedsbrief. Er gönnt sich ein letztes Gläschen, dann öffnet er das Fenster und steigt auf den Fenstervorsprung. Ein Selbstmörder? Wohl nicht, denn bevor er auf den schmalen Sims steigt, wischt er vorher noch seine Fingerabdrücke von der Champagnerflasche und dem Sektglas ab.
Fragen über Fragen Und schon ist der Zuschauer am Haken: Warum in aller Welt würde ein Selbstmörder seine Spuren verwischen? Da muss doch mehr dahinterstecken! Noch ehe man darüber nachdenken kann, kommen ein Schnitt und eine Rückblende: Vor einigen Wochen kam eben jener Mann – der Ex-Bulle Nick Cassidy (Sam Worthington) – ins Gefängnis. Cassidy schwor, bald wieder auszubrechen, um seine Unschuld zu beweisen. Fragen über Fragen: Cop? Unschuld? Knast? Was wird hier eigentlich gespielt? Und wie lange wird Nick es auf dem Sims aushalten können? Großes Problem Es ist Drehbuchautor Pablo Fenjves und Regisseur Asger Leth hoch anzurechnen, dass der Zuschauer vorerst auf die Antworten warten muss, was den Film umso spannender macht. Cassidy steht nun Hunderte von Metern über der Stadt und schaut auf die Straße hinab. Bald kommt die Polizei, angeführt von der Kommissarin Lydia Anderson (Elizabeth Banks), der sehr schnell klar wird, dass hier alles ganz anders ist, als es zu sein scheint. Mit Ein riskanter Plan legen die Macher einen hervorragend inszenierten und durchweg unterhaltsamen Thriller vor – der nur ein einziges, allerdings großes Problem hat, welches das Filmvergnügen empfindlich schmälert: Die Auflösung enttäuscht! Nur treiben lassen Solange alles noch unklar ist, ist der Film packend, aber nach und nach wird die Logik so löchrig wie ein Sieb und die Story lässt immer weiter nach. Am besten also denkt man nicht weiter darüber nach, sondern lässt sich bei diesem Film nur treiben. Die Action ist rasant, die Darsteller überwiegend überzeugend, insbesondere Sam Worthington und Ed Harris. Im Grunde hätte Ein riskanter Plan aber ohne oben genanntes Manko noch deutlich besser werden können. Zwar wird man gut unterhalten, verlässt aber den Kinosaal mit dem unguten Gefühl, dass hier eine tolle Idee verschenkt wurde. Emanuel Bergmann (Christina Spring) Für weitere aktuelle News, Reviews und Specials folgen Sie uns auf Twitter. |
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