19.12.2011 09:20 Uhr -
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Nach
Good Night, and Good Luck (2005) wendet sich George Clooney in seiner inzwischen vierten Regiearbeit erneut einem politischen Thema zu – nur ist es diesmal etwas weniger verkopft. Clooney selbst spielt den demokratischen US-Präsidentschaftkandidaten Mike Morris, der als integer gilt und damit gute Chancen auf den Einzug ins Weiße Haus hat. Doch im Mittelpunkt der Handlung steht Ryan Gosling als Stephen, der strebsame Assistent von Morris' Wahlkampfberater Paul (Philip Seymour Hoffman). Der junge Politbeau ist ohne Frage einer der kreativen Köpfe beim Stimmenfang – was eines Tages die Gegenseite in Form des mit allen Wassern gewaschenen Tom Duffy (Paul Giamatti) auf den Plan ruft, der Stephen bei einem geheimen Treffen für seine Seite zu gewinnen versucht. Es soll der erste Sargnagel in Stephens Werdegang werden. Und der zweite folgt auf dem Fuß, als Wahlkampf-Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood), mit der Stephen eine Bettaffäre hat, ihm ihre Schwangerschaft offenbart – denn das Kind ist von jemandem, auf den auf keinen Fall ein schlechtes Licht fallen darf …
Fans anspruchsvoller Unterhaltung mit wahrer Charakterkopf-Besetzung dürfen sich auf diesen Film besonders freuen. Das oben erwähnte Ensemble wird noch durch Marisa Tomei (als Journalistin) und Jeffrey Wright (als berechnender Berufspolitiker und Zünglein an der
Marisa Tomei und Ryan Gosling in "The Ides Of March" [Quelle: siehe Bildergalerie]
Waage) komplettiert. Und dieser Cast hält, was seine Namen versprechen: Clooneys Politdrama zieht seine Höhepunkte aus dem nuancierten Spiel der Figuren. Darüber hinaus bietet es einen realistischen Blick hinter die Kulissen der großen Politshow. Zwar ist der Film kein Enthüllungskracher im Stile eines
Die Unbestechlichen, zeigt jedoch auf anschauliche Weise, wie die Aussicht auf Macht korrumpieren kann und überbordener Ehrgeiz dazu führt, dass jegliche Werte über Bord geworfen werden.
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