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Kuriosum des Tages: Uwe Boll und Chaplin in 3D?
Gemeinhin versetzt der Name Uwe Boll Cineasten weltweit in Angst und Schrecken. Auch das angebliche neue Projekt des deutschen Filmemachers stellt da keine Ausnahme dar. Gerüchten zufolge soll Boll an der geplanten 3D-Umsetzung einiger Charlie-Chaplin-Filme beteiligt sein.
10.11.2011 12:15 Uhr -
Vor einigen Tagen wurde im Blog der Variety-Kolumnistin Anne Thomspon eine E-Mail veröffentlicht, in der Michael Roesch, langjähriger Kollege Bolls und Inhaber des Kinostar-Filmverleihs, um einen US-Vertriebspartner für ein neues Projekt wirbt. Inhalt des Pitchs: Eine geplante 3D-Konvertierung einiger Charlie-Chaplin-Filme. Die Rechte an den Filmen sollen bereits gesichert sein, sie sollen zunächst in 3D konvertiert und anschließend zu einem 90minütigen Streifen mit dem Titel Chaplin 3D - Little Tramp's Adventure zusammengeschnitten werden. Die umgesetzten Szenen sähen jetzt bereits besser aus als die meisten bislang veröffentlichten Konvertierungen. Gesucht werde nun ein Vertriebspartner für die USA und eventuell den Rest der Welt, ausgenommen Deutschland und die Türkei. Die vollständige E-Mail finden Sie hier.
Erste Verrisse hagelte es bereits nach Bekanntwerden des Plans. Anne Thompson selbst, die die E-Mail in Umlauf brachte, titelte in ihrem Blog mit Worst Idea Ever. Auch im Blog der eigentlich auf obskure B-Movies spezialisierten Website tarstarkas.net findet die Idee wenig Gnade: Uwe Boll attempts to ruin films made before he was born, lautet hier die Schlagzeile. Tatsächlich finden sich aber nur wenige Hinweise darauf, inwieweit Boll an dem Projekt beteiligt ist.
Den Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen dürfte unterdessen eine Stellungnahme des Filmwissenschaftlers und Produzenten David Shepard im Forum von NitrateVille.com, das sich der Sammlung und Erhaltung früher Filmklassiker verschrieben hat. Wie Shepard verlauten ließ, seien er und der Regisseur und Produzent Serge Bromberg, der ebenfalls Experte auf dem Gebiet der Filmrestauration ist, in das Projekt involviert. Die 3D-Aufnahmen seien tatsächlich äußerst beeindruckend und hätten sogar der Pariser Association Chaplin gefallen, die sich den Schutz des Namens Chaplin und der Filmrechte auf die Fahnen geschrieben hat. Das vollständige Statement Shepards finden Sie hier.
Es darf also aufgeatmet werden: Die Chaplin-Klassiker befinden sich offensichtlich in den Händen von Experten. Ob es sich bei den Gerüchten um eine Beteiligung Uwe Bolls um Falschmeldungen handelt oder ob tatsächlich mehr dahintersteckt, ist noch unklar.
Für weitere aktuelle News, Reviews und Specials folgen Sie uns auf Twitter.
Vor einigen Tagen wurde im Blog der Variety-Kolumnistin Anne Thomspon eine E-Mail veröffentlicht, in der Michael Roesch, langjähriger Kollege Bolls und Inhaber des Kinostar-Filmverleihs, um einen US-Vertriebspartner für ein neues Projekt wirbt. Inhalt des Pitchs: Eine geplante 3D-Konvertierung einiger Charlie-Chaplin-Filme. Die Rechte an den Filmen sollen bereits gesichert sein, sie sollen zunächst in 3D konvertiert und anschließend zu einem 90minütigen Streifen mit dem Titel Chaplin 3D - Little Tramp's Adventure zusammengeschnitten werden. Die umgesetzten Szenen sähen jetzt bereits besser aus als die meisten bislang veröffentlichten Konvertierungen. Gesucht werde nun ein Vertriebspartner für die USA und eventuell den Rest der Welt, ausgenommen Deutschland und die Türkei. Die vollständige E-Mail finden Sie hier.
Erste Verrisse hagelte es bereits nach Bekanntwerden des Plans. Anne Thompson selbst, die die E-Mail in Umlauf brachte, titelte in ihrem Blog mit Worst Idea Ever. Auch im Blog der eigentlich auf obskure B-Movies spezialisierten Website tarstarkas.net findet die Idee wenig Gnade: Uwe Boll attempts to ruin films made before he was born, lautet hier die Schlagzeile. Tatsächlich finden sich aber nur wenige Hinweise darauf, inwieweit Boll an dem Projekt beteiligt ist.
Den Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen dürfte unterdessen eine Stellungnahme des Filmwissenschaftlers und Produzenten David Shepard im Forum von NitrateVille.com, das sich der Sammlung und Erhaltung früher Filmklassiker verschrieben hat. Wie Shepard verlauten ließ, seien er und der Regisseur und Produzent Serge Bromberg, der ebenfalls Experte auf dem Gebiet der Filmrestauration ist, in das Projekt involviert. Die 3D-Aufnahmen seien tatsächlich äußerst beeindruckend und hätten sogar der Pariser Association Chaplin gefallen, die sich den Schutz des Namens Chaplin und der Filmrechte auf die Fahnen geschrieben hat. Das vollständige Statement Shepards finden Sie hier.
Es darf also aufgeatmet werden: Die Chaplin-Klassiker befinden sich offensichtlich in den Händen von Experten. Ob es sich bei den Gerüchten um eine Beteiligung Uwe Bolls um Falschmeldungen handelt oder ob tatsächlich mehr dahintersteckt, ist noch unklar.
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(Jochen Albrecht)
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