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J. J. Abrams, Special, Super 8 (angekündigt)
Super 8 Special - Kurzportrait von J.J. Abrams
Wer kann besser sagen, wodurch ein Regisseur für seinen Film inspiriert wurde, als der Filmemacher selbst? J.J. Abrams gibt einen kleinen Einblick in seine einstigen Lieblingsfilme.
06.08.2011 00:05 Uhr -
Auf persönlichen Erfahrungen, so sagte Autor und Regisseur J.J. Abrams in einem Interview, basiere sein neuer Film Super 8. Damit meint er nicht etwa eine Begegnung mit Wesen aus dem All, sondern den eigentlichen Kern der Geschichte: das Erwachsenwerden. Super 8 handelt – keineswegs zufällig – von einer Gruppe Jugendlicher, die in einer amerikanischen Kleinstadt der späten Siebziger in Traumwelten flüchtet und Grenzen überschreitet, die die Kindheit hinter sich lässt und neue Horizonte erforscht. Abrams und sein Freund Matt Reeves (Cloverfield) haben selber als Kinder einen Super-8-Film gedreht. Bei einem Festival in Los Angeles wurde Steven Spielberg persönlich auf Abrams und Reeves aufmerksam. Die drei wurden Freunde. So überrascht es nicht, dass der von Spielberg produzierte Super 8 ein nostalgischer Rückblick auf die Siebziger ist, aber auch auf ein damals noch einzigartiges Genre. Abrams gibt unumwunden zu, dass Super 8 von den Filmen seiner Jugend inspiriert wurde, und erklärt Spielberg und John Carpenter zu seinen Vorbildern. Kindheit und Grusel liegen hier dicht beieinander. Super 8, so meint Abrams, sei nicht denkbar ohne Filme wie Gremlins – Kleine Monster (1984), Die Goonies (1985), Die Nacht der Abenteuer (1987) oder Stand by Me von Rob Reiner. Denn Spielberg hat seinerzeit ein ganzes Genre begründet, welches J.J. Abrams und seine Generation enorm geprägt hat. Es sind Filme, die von Kindheit und Fantasie handeln – und von spannenden Geheimnissen, die dicht unterhalb der Oberfläche der amerikanischen Normalität liegen und nur darauf warten, von jugendlichen Abenteurern entdeckt zu werden.
Super 7
Diese sieben Klassiker waren für J.J. Abrams nach eigenen Worten besondere Inspiration. Nicht alle sind harmloses Kindheitsträume – auch der Horror hat hier seinen Platz:
Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977)
Richard Dreyfuss spielt einen gestressten Familienvater in einer amerikanischen Kleinstadt, der Erstkontakt zu Außerirdischen aufnimmt. Für Abrams ist Unheimliche Begegnung ein bahnbrechender und unkonventioneller Film, der sich außerhalb der üblichen Hollywood-Schemen bewegt.
Der weiße Hai (1975)
Der erste Effekte-Blockbuster. Doch für Abrams zählt hier vor allem die Dynamik der Charaktere und dass man das Monster kaum sieht: Lektionen, die er auch bei Super 8 befolgt hat.
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
Eine Gruppe von Menschen in einem Klaustrophobie erzeugenden Umfeld. Dazu ein Monster aus dem All – was braucht man mehr? Vor allem das verhaltene Tempo und der streckenweise morbide, sarkastische Humor haben es Abrams hier angetan.
Alien (1979)
Nur wenige Genrefilme erschaffen eine dermaßen kohärente Filmwelt: Das Raumschiff ist rostig und abgewetzt, die Performances sind subtil und charakterbezogen. Als Abrams die Outtakes auf DVD sah, verstand er, dass es auch bei Super 8 wichtig sein würde, das Geheimnis erst am Ende zu lösen.
Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981)
Die beklemmende Atmosphäre des Klassikers von David Cronenberg zog den jungen Abrams in ihren Bann. Dutzende Male sah er den Film, immer und immer wieder. Das Poster hing an der Wand seines Zimmers. Der Effekte-Künstler Dick Smith, dem wir die explodierenden Köpfe in dem Film zu verdanken haben, wird in Super 8 sogar namentlich erwähnt.
E.T. – Der Außerirdische (1982)
Der Einfluss von E.T. auf Abrams ist enorm. Viele der Motive und Themen des Films finden sich auch in Super 8 wieder. Vor allem berührten Abrams die Unschuld und die Verspieltheit des Spielberg-Klassikers.
Slumber Party Massacre (1982)
Dieser Streifen ist vielleicht nicht gerade einer der bekannten Klassiker der Filmgeschichte, aber Abrams erlernte bei diesem Grindhouse-Splatter-Schocker die Bedeutung der Musik. Der Soundtrack des Films klinge, so Abrams, wie eine Katze auf einem Casio-Keyboard. Tatsächlich ist die durchaus gewöhnungsbedürftige Sound-Untermalung hier sehr effektiv eingesetzt – und zieht sich fast durch den gesamten Film. Zum Glück hatte Abrams für Super 8 allerdings einen besseren Komponisten.
(Emanuel Bergmann)
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Auf persönlichen Erfahrungen, so sagte Autor und Regisseur J.J. Abrams in einem Interview, basiere sein neuer Film Super 8. Damit meint er nicht etwa eine Begegnung mit Wesen aus dem All, sondern den eigentlichen Kern der Geschichte: das Erwachsenwerden. Super 8 handelt – keineswegs zufällig – von einer Gruppe Jugendlicher, die in einer amerikanischen Kleinstadt der späten Siebziger in Traumwelten flüchtet und Grenzen überschreitet, die die Kindheit hinter sich lässt und neue Horizonte erforscht. Abrams und sein Freund Matt Reeves (Cloverfield) haben selber als Kinder einen Super-8-Film gedreht. Bei einem Festival in Los Angeles wurde Steven Spielberg persönlich auf Abrams und Reeves aufmerksam. Die drei wurden Freunde. So überrascht es nicht, dass der von Spielberg produzierte Super 8 ein nostalgischer Rückblick auf die Siebziger ist, aber auch auf ein damals noch einzigartiges Genre. Abrams gibt unumwunden zu, dass Super 8 von den Filmen seiner Jugend inspiriert wurde, und erklärt Spielberg und John Carpenter zu seinen Vorbildern. Kindheit und Grusel liegen hier dicht beieinander. Super 8, so meint Abrams, sei nicht denkbar ohne Filme wie Gremlins – Kleine Monster (1984), Die Goonies (1985), Die Nacht der Abenteuer (1987) oder Stand by Me von Rob Reiner. Denn Spielberg hat seinerzeit ein ganzes Genre begründet, welches J.J. Abrams und seine Generation enorm geprägt hat. Es sind Filme, die von Kindheit und Fantasie handeln – und von spannenden Geheimnissen, die dicht unterhalb der Oberfläche der amerikanischen Normalität liegen und nur darauf warten, von jugendlichen Abenteurern entdeckt zu werden.
Super 7
Diese sieben Klassiker waren für J.J. Abrams nach eigenen Worten besondere Inspiration. Nicht alle sind harmloses Kindheitsträume – auch der Horror hat hier seinen Platz:
Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977)
Richard Dreyfuss spielt einen gestressten Familienvater in einer amerikanischen Kleinstadt, der Erstkontakt zu Außerirdischen aufnimmt. Für Abrams ist Unheimliche Begegnung ein bahnbrechender und unkonventioneller Film, der sich außerhalb der üblichen Hollywood-Schemen bewegt.
Der weiße Hai (1975)
Der erste Effekte-Blockbuster. Doch für Abrams zählt hier vor allem die Dynamik der Charaktere und dass man das Monster kaum sieht: Lektionen, die er auch bei Super 8 befolgt hat.
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
Eine Gruppe von Menschen in einem Klaustrophobie erzeugenden Umfeld. Dazu ein Monster aus dem All – was braucht man mehr? Vor allem das verhaltene Tempo und der streckenweise morbide, sarkastische Humor haben es Abrams hier angetan.
Alien (1979)
Nur wenige Genrefilme erschaffen eine dermaßen kohärente Filmwelt: Das Raumschiff ist rostig und abgewetzt, die Performances sind subtil und charakterbezogen. Als Abrams die Outtakes auf DVD sah, verstand er, dass es auch bei Super 8 wichtig sein würde, das Geheimnis erst am Ende zu lösen.
Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981)
Die beklemmende Atmosphäre des Klassikers von David Cronenberg zog den jungen Abrams in ihren Bann. Dutzende Male sah er den Film, immer und immer wieder. Das Poster hing an der Wand seines Zimmers. Der Effekte-Künstler Dick Smith, dem wir die explodierenden Köpfe in dem Film zu verdanken haben, wird in Super 8 sogar namentlich erwähnt.
E.T. – Der Außerirdische (1982)
Der Einfluss von E.T. auf Abrams ist enorm. Viele der Motive und Themen des Films finden sich auch in Super 8 wieder. Vor allem berührten Abrams die Unschuld und die Verspieltheit des Spielberg-Klassikers.
Slumber Party Massacre (1982)
Dieser Streifen ist vielleicht nicht gerade einer der bekannten Klassiker der Filmgeschichte, aber Abrams erlernte bei diesem Grindhouse-Splatter-Schocker die Bedeutung der Musik. Der Soundtrack des Films klinge, so Abrams, wie eine Katze auf einem Casio-Keyboard. Tatsächlich ist die durchaus gewöhnungsbedürftige Sound-Untermalung hier sehr effektiv eingesetzt – und zieht sich fast durch den gesamten Film. Zum Glück hatte Abrams für Super 8 allerdings einen besseren Komponisten.
(Emanuel Bergmann)
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(Annika Petry)
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