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Daniel Radcliffe, Emma Watson, Harry Potter and the Deathly Hallows 2, Rupert Grint
Großes Harry-Potter-Special: Teil 2
Die letzten 10 Jahre gingen Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint einen gemeinsamen Weg. Sie wuchsen zusammen auf und wurden mit Harry Potter zu Weltstars. Zum Auftakt des neuen und letzten Harry Potter Films sprachen wir mit Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint über die Entwicklung ihrer Charaktere, Zukunftspläne und das Ende einer Ära.
Rupert Grint, Emma Watson und Daniel Radcliffe bei der Premiere von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" in London
Daniel, Du warst als Kind kein sonderlich begeisterter Leser? Wie kamst du das erste Mal mit Harry Potter in Berührung?
Daniel: Durch meine Eltern. Sie haben mir den ersten Roman vorgelesen, als ich acht oder neun war. Ich habe so gut wie nie ein Buch gelesen. Das hat sich in den letzten Jahren aber geändert. Damals fand ich Lesen langweilig und ließ mir lieber vorlesen. Es war großartig. Mein Vater hat eine großartige Stimme. Nach dem zweiten Teil ließ das Interesse bei mir aber nach. Erst als ich plötzlich die Rolle bekam, kam mir der Gedanke, dass es gut wäre, die Bücher zu lesen.
Hast du dir je gewünscht, in Wirklichkeit Harry Potter zu sein?
Daniel: Nein, sein Leben klang nach einem Albtraum. Ich dachte nur immer: "Dieses arme Kind!" Als ich die Rolle spielen sollte, las ich die ersten vier Bände – die waren damals, glaube ich, schon erschienen – hintereinander weg und wurde in diese Welt hineingesogen. Obwohl ich Harry schon tagsüber verkörperte, spielte ich abends und nachts noch mit imaginären Zauberstäben. Was hätte ich dafür gegeben, einen Bruder zu haben … [lacht]
Emma, die beiden letzten Filme nehmen sich viel mehr Zeit für die Charaktere. Wie war das für dich?
Emma: Ich weiß genau, was du meinst. Es gab Zeiten, in denen wir unsere Dialogzeilen so schnell wie möglich sprechen sollten, weil so viele andere Dinge in den Film mussten. Und dann, wo wir zwei Filme hintereinander zu einem Buch gemacht hatten, konnten wir uns viel intensiver um die einzelnen Charaktere kümmern.
Rupert, haben dir die Regisseure im Laufe der Jahre mehr Freiheiten gegeben, was die Entwicklung von Ron angeht?
Rupert: Ja, natürlich. Wir sind alle drei älter und reifer geworden und in unsere Rollen hineingewachsen. Wir können uns glücklich schätzen, mit so tollen Regisseuren zusammengearbeitet zu haben. Ich habe sehr viel gelernt und mich am Set mit jedem Jahr wohler gefühlt. Es war außerdem, bei den letzten vier Filmen mit David Yates eine Konstante zu haben. Er kennt die Bücher in- und auswendig und hat immer zugehört, wenn wir einen Vorschlag hatten.
Wie war die Arbeit mit Emma? Zwischen euren Figuren entwickelt sich ja langsam eine Beziehung?
Rupert: Im Grunde entwickelt sich das ja über alle Filme hinweg und zeigt sich in den letzten beiden besonders. Im ersten Teil der Heiligtümer-Filme ist Ron vor allem eifersüchtig auf Harry. Jetzt, im zweiten Teil, kommen sich Ron und Emma aber auch näher. Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass sie ein Paar werden. Ich war sehr gespannt darauf und denke, dass die Szenen wirklich cool geworden sind. Irgendwie war es aber auch komisch, vor allem der erste Kuss.
Kannst du das etwas genauer beschreiben?
Rupert: Das Gefühl im Voraus war sehr seltsam. Weder ich noch Emma freuten uns auf diese Szenen. Wir sind ja sozusagen zusammen aufgewachsen und es fühlte sich irgendwie unnatürlich an, sich jetzt plötzlich zu küssen. Aber ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht auch Spaß gemacht hat. Es waren allerdings nur ein paar Takes.
Wie würdest du die Dynamik dieser Dreierbeziehung zwischen Ron, Hermine und Harry beschreiben, die sich über die gesamte Reihe entwickelt hat?
Rupert: In der Vergangenheit gab es dahingehend ja nur Andeutungen. Erst im sechsten Film konnte man wirklich sehen, dass die drei sehr füreinander da sind, mehr, als es normale Freunde wären. Damit müssen sie selbst erst klarkommen. Im ersten Heiligtümer-Teil kommen sich dann Harry und Hermine sehr nahe, was Ron sehr verletzt. Im letzten Film ändert sich das jedoch.
Gibt es eine Szene aus irgendeinem der Filme, die du gerne in einer anderen Rolle gedreht hättest?
Rupert: Das ist schwer zu sagen. Im Halbblutprinz wäre ich schon auch gerne mit Dumbledore in diesem Boot gewesen. Das war cool. Aber es gab viele coole Szene in den letzten zehn Jahren.
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