| Specials | ![]() |
Detailansicht |
James Cameron, Sanctum
Ich will bei 250 Stundenkilometern abtreten! - Interview mit James Cameron
Für das 3D-Unterwasser-Höhlen-Abenteuer Sanctum übernahm 3D-Unterwasser-Höhlen-Fan James Cameron die Produktion. Wir sprachen mit ihm über 2D, Respekt vor dem Ozean und Camerons bevorzugte Todesart.
23.04.2011 07:32 Uhr - Was treibt Männer wie Sie an zu tauchen? Oder Höhlen zu erforschen? Sind Sie wahnsinnig?
James Cameron: Ich halte das nicht für Wahnsinn. Klar, es ist nicht jedermanns Sache. Filme ansehen hingegen schon. Mit Sanctum konnte ich anderen Menschen meine Leidenschaft fürs Tauchen vermitteln. Ich würde auch dann noch tauchen, wenn ich kein Regisseur mehr wäre. Ich liebe es einfach. Was treibt solche Menschen an? Der Titel des Films ist eine Erklärung. Es geht um Heiligtum, um eine Kirche. Sanctum ist der Ort, an dem man meint hinzugehören. Jeder hat sein Heiligtum.
Und was ist Ihr Heiligtum im Leben?
JC: Der Ozean. Wenn man den Atem anhält und abtaucht, vor allem in klares Wasser, ein tropisches Riff, nur von Fischen umgeben. Die wenigen Minuten kommen einem vor wie eine Ewigkeit. Es ist wie eine Trance.
Was haben Sie beim Tauchen gelernt?
JC: Das Meer bringt uns allen Demut bei. Wir sollten absoluten Respekt vor der Macht und Willkür des Ozeans haben. Der Ozean ist der Ursprung allen Lebens. Wenn man Geduld und Disziplin hat, kann er einen reich beschenken. Man muss ihn mit Respekt behandeln.
Und was ist mit Ihrer Fantasie, unter Wasser zu sterben?
JC: Es ist eine Urangst. Jeder hat solche Ängste. Unter Wasser sein oder in engen Räumen festzustecken, zu ersticken …
Was wäre denn Ihr bevorzugter Tod?
JC: Ich will nicht an Altersschwäche sterben, das ist schon mal klar. Ich will bei 250 Stundenkilometern abtreten.
Was macht Ihrer Meinung einen guten Forscher aus? Ist es jemand, der Risiken eingeht? Oder jemand, der sich an den Plan hält?
JC: Die Kunst des Erforschens ist für mich die Kunst des kontrollierten Risikos. Natürlich wird man mit dem Unbekannten konfrontiert. Das ist klar, nur deswegen ist man ja da. Man muss so gut wie möglich planen. Aber die wahre Kunst ist zu wissen, wann man den Plan aus dem Fenster werfen sollte.
Warum haben Sie bei diesem Film nicht selbst Regie geführt?
JC: Ich kann ja nicht alles selber machen. Es gab bereits ein kreatives Team und ich war noch mit Avatar beschäftigt. Meine Aufgabe als Produzent war, den Filmemachern ihre Vision zu ermöglichen und nicht, dem Film meinen Stempel aufzudrücken.
Heutzutage kann man Filme auf alle möglichen Arten sehen, man kann sie auf den Computer runterladen oder sie einfach streamen. Was halten Sie von diesen Entwicklungen?
JC: Für mich ist das Kino ein heiliger Ort. Viele Leute werten die Unmittelbarkeit und den direkten Zugriff manchmal höher als das eigentliche Filmerlebnis. Da will ich dagegenhalten. Und 3D ist dafür ein gutes Mittel.
Wäre 2D für Sie jetzt langweilig?
JC: Ist Schwarzweiß langweilig? Die heutigen 3D-Filme sind jetzt so weit wie nach 1939 der Farbfilm. 3D gehört fest zur Kunstform. Es ist nur ein Teil der gesamten Produktion und so sollte es auch sein. Ich wollte Hollywood beweisen, dass 3D nicht nur für Riesenproduktionen geeignet ist, sondern für jedermann, auch für kleinere Filme. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr. Ich genieße die Herausforderung, schöne 3D-Bilder zu machen, ebenso wie ich die Kamera und die Arbeit mit den Schauspielern genieße. Und mir fällt kein Film des letzten Jahres ein, der nicht in 3D besser gewesen wäre. Black Swan wäre in 3D fabelhaft gewesen! 3D bringt die Menschen ins Kino und das ist mein Ziel. Ich mache keine Filme fürs iPhone.
(Interview: Emmanuel Bergman)
James Cameron: Ich halte das nicht für Wahnsinn. Klar, es ist nicht jedermanns Sache. Filme ansehen hingegen schon. Mit Sanctum konnte ich anderen Menschen meine Leidenschaft fürs Tauchen vermitteln. Ich würde auch dann noch tauchen, wenn ich kein Regisseur mehr wäre. Ich liebe es einfach. Was treibt solche Menschen an? Der Titel des Films ist eine Erklärung. Es geht um Heiligtum, um eine Kirche. Sanctum ist der Ort, an dem man meint hinzugehören. Jeder hat sein Heiligtum.
Und was ist Ihr Heiligtum im Leben?
JC: Der Ozean. Wenn man den Atem anhält und abtaucht, vor allem in klares Wasser, ein tropisches Riff, nur von Fischen umgeben. Die wenigen Minuten kommen einem vor wie eine Ewigkeit. Es ist wie eine Trance.
Was haben Sie beim Tauchen gelernt?
JC: Das Meer bringt uns allen Demut bei. Wir sollten absoluten Respekt vor der Macht und Willkür des Ozeans haben. Der Ozean ist der Ursprung allen Lebens. Wenn man Geduld und Disziplin hat, kann er einen reich beschenken. Man muss ihn mit Respekt behandeln.
Und was ist mit Ihrer Fantasie, unter Wasser zu sterben?
JC: Es ist eine Urangst. Jeder hat solche Ängste. Unter Wasser sein oder in engen Räumen festzustecken, zu ersticken …
Was wäre denn Ihr bevorzugter Tod?
JC: Ich will nicht an Altersschwäche sterben, das ist schon mal klar. Ich will bei 250 Stundenkilometern abtreten.
Was macht Ihrer Meinung einen guten Forscher aus? Ist es jemand, der Risiken eingeht? Oder jemand, der sich an den Plan hält?
JC: Die Kunst des Erforschens ist für mich die Kunst des kontrollierten Risikos. Natürlich wird man mit dem Unbekannten konfrontiert. Das ist klar, nur deswegen ist man ja da. Man muss so gut wie möglich planen. Aber die wahre Kunst ist zu wissen, wann man den Plan aus dem Fenster werfen sollte.
Warum haben Sie bei diesem Film nicht selbst Regie geführt?
JC: Ich kann ja nicht alles selber machen. Es gab bereits ein kreatives Team und ich war noch mit Avatar beschäftigt. Meine Aufgabe als Produzent war, den Filmemachern ihre Vision zu ermöglichen und nicht, dem Film meinen Stempel aufzudrücken.
Heutzutage kann man Filme auf alle möglichen Arten sehen, man kann sie auf den Computer runterladen oder sie einfach streamen. Was halten Sie von diesen Entwicklungen?
JC: Für mich ist das Kino ein heiliger Ort. Viele Leute werten die Unmittelbarkeit und den direkten Zugriff manchmal höher als das eigentliche Filmerlebnis. Da will ich dagegenhalten. Und 3D ist dafür ein gutes Mittel.
Wäre 2D für Sie jetzt langweilig?
JC: Ist Schwarzweiß langweilig? Die heutigen 3D-Filme sind jetzt so weit wie nach 1939 der Farbfilm. 3D gehört fest zur Kunstform. Es ist nur ein Teil der gesamten Produktion und so sollte es auch sein. Ich wollte Hollywood beweisen, dass 3D nicht nur für Riesenproduktionen geeignet ist, sondern für jedermann, auch für kleinere Filme. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr. Ich genieße die Herausforderung, schöne 3D-Bilder zu machen, ebenso wie ich die Kamera und die Arbeit mit den Schauspielern genieße. Und mir fällt kein Film des letzten Jahres ein, der nicht in 3D besser gewesen wäre. Black Swan wäre in 3D fabelhaft gewesen! 3D bringt die Menschen ins Kino und das ist mein Ziel. Ich mache keine Filme fürs iPhone.
(Interview: Emmanuel Bergman)
(- -)
| Links zum Thema | |
|---|---|
| James Cameron im AVATAR-Fieber: Vierter Teil möglich (News, 07.05.2012) | |
| AVATAR 2: Kinostart voraussichtlich erst 2015 (News, 05.04.2012) | |
| AVATAR 2 soll nicht vor 2016 erscheinen (News, 12.01.2012) | |
| Avatar - Themenpark in Planung (News, 23.09.2011) | |
| TITANIC geht erneut unter - diesmal in 3D (News, 20.05.2011) | |
| James Cameron | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
||||||||
| Weitere Infos und Artikel finden Sie in unserer Datenbank |
| Sanctum | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
||||||||||
| Weitere Infos und Artikel finden Sie in unserer Datenbank |
| Weitere Artikel zum Thema: | Downloads zum Thema: | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
||||||||||||||||



