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Kulturindustrie at it's best - Cameron schreibt derzeit an Avatar 2 & 3
James Camerons geplante Fortsetzungen sind ein Paradebeispiel für die Adorno-sche Kulturindustrie
25.01.2011 14:57 Uhr -
Avatar: Aufbruch nach Pandora war einer der kommerziell erfolgreichsten Filme der letzten Jahre, wenn nicht der bisherigen Filmgeschichte. Ob die weichgespülte Neo-Kolonialisierungsthematik über herzensgute, blaue Vier-Meter-Indianerschlümpfe, die es einfach nicht gebacken kriegen sich vernünftig gegen gemeine Invasoren zu verteidigen - bis einer ebendieser Fremden ihnen zeigt wie Braveheart-Pathos massenwirksam erzeugt wird - wirklich das Non-Plus-Ultra des modernen Kinos ist oder nur der Beweis dafür, dass heute ein überschätzter Regisseur mit 300-Millionen-Optik und mainstreamigem, greenpeace-artigem Gutmenschentum sich geschickt einen persönlichen Goldesel basteln kann, sei jetzt mal dahin gestellt.
Was aber nicht einfach dahingestellet werden kann, ist die Logik der modernen Kulturindustrie, wie von Theodor Adorno schon vor langer Zeit erörtert: nach ihr soll ein erfolgreiches Produkt sooft reproduziert werden, wie nur möglich, um die Profitdauer möglichst auszuweiten. Die gerade über uns rollende Woge aus geplanten und umgesetzten Reboots, Sequels, Prequels etc. bezeugt diese Tatsache relativ eindeutig. Und nach dieser Logik ist es nur folgerichtig, dass Cameron beschlossen hat, noch den einen oder anderen Dollar mit dem Avatar-Franchise zu verdienen und den Goldesel noch eine Weile zu peitschen. Daher bestätigte der Titanic-Regisseur nun, dass er den Gros des letzten Monats an den Drehbüchern zu Avatar 2 & 3 gearbeitet hat, mit denen er uns zu Weihnachten 2014 bzw.2015 in den Kinos beglücken möchte.
Natürlich kann man kein Gutmenschentum verkaufen ohne selst ein bisschen Greenwashing zu betreiben. Und bei solch astronomischen Einnahmen wie Der Aufbruch nach Pandora sie gefeiert hat, kommt man anscheinend nicht drum herum als verlauten zu lassen, dass "einen gewisser Prozentsatz" der Einnahmen aus den Sequels in "Umweltschutz investiert wird, der ja ein zentraler Punkt der Avatar-Welt ist" - so Cameron. Bei so viel Ehrlichkeit und der bahnbrechenden Erkenntniss, dass es bei der teuersten Produktion der Kinogeschichte und dem Versuch sie an ein möglichst breites Publikum zu verhöckern gar nicht um das schnöde Geld ging, sondern um hehre Ideale der Mutter Natur, kann man James Cameron nur viel Erfolg mit seinem sozialkritischen Schlümpfe-Epos à la Avatar: Reloaded und Avatar: Revolutions wünschen. Wobei eher nicht - wer 300 Millionen allein in die Visuals eines Film investieren kann, hat Glück bzw. frische Ideen bzw. Talent nicht nötig.
(Andrej Schenk)
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James Cameron und Cast bei den Dreharbeiten zu dem (vorerst) ersten "Avatar" [Quelle: siehe Bildergalerie]
Avatar: Aufbruch nach Pandora war einer der kommerziell erfolgreichsten Filme der letzten Jahre, wenn nicht der bisherigen Filmgeschichte. Ob die weichgespülte Neo-Kolonialisierungsthematik über herzensgute, blaue Vier-Meter-Indianerschlümpfe, die es einfach nicht gebacken kriegen sich vernünftig gegen gemeine Invasoren zu verteidigen - bis einer ebendieser Fremden ihnen zeigt wie Braveheart-Pathos massenwirksam erzeugt wird - wirklich das Non-Plus-Ultra des modernen Kinos ist oder nur der Beweis dafür, dass heute ein überschätzter Regisseur mit 300-Millionen-Optik und mainstreamigem, greenpeace-artigem Gutmenschentum sich geschickt einen persönlichen Goldesel basteln kann, sei jetzt mal dahin gestellt.
Was aber nicht einfach dahingestellet werden kann, ist die Logik der modernen Kulturindustrie, wie von Theodor Adorno schon vor langer Zeit erörtert: nach ihr soll ein erfolgreiches Produkt sooft reproduziert werden, wie nur möglich, um die Profitdauer möglichst auszuweiten. Die gerade über uns rollende Woge aus geplanten und umgesetzten Reboots, Sequels, Prequels etc. bezeugt diese Tatsache relativ eindeutig. Und nach dieser Logik ist es nur folgerichtig, dass Cameron beschlossen hat, noch den einen oder anderen Dollar mit dem Avatar-Franchise zu verdienen und den Goldesel noch eine Weile zu peitschen. Daher bestätigte der Titanic-Regisseur nun, dass er den Gros des letzten Monats an den Drehbüchern zu Avatar 2 & 3 gearbeitet hat, mit denen er uns zu Weihnachten 2014 bzw.2015 in den Kinos beglücken möchte.
Natürlich kann man kein Gutmenschentum verkaufen ohne selst ein bisschen Greenwashing zu betreiben. Und bei solch astronomischen Einnahmen wie Der Aufbruch nach Pandora sie gefeiert hat, kommt man anscheinend nicht drum herum als verlauten zu lassen, dass "einen gewisser Prozentsatz" der Einnahmen aus den Sequels in "Umweltschutz investiert wird, der ja ein zentraler Punkt der Avatar-Welt ist" - so Cameron. Bei so viel Ehrlichkeit und der bahnbrechenden Erkenntniss, dass es bei der teuersten Produktion der Kinogeschichte und dem Versuch sie an ein möglichst breites Publikum zu verhöckern gar nicht um das schnöde Geld ging, sondern um hehre Ideale der Mutter Natur, kann man James Cameron nur viel Erfolg mit seinem sozialkritischen Schlümpfe-Epos à la Avatar: Reloaded und Avatar: Revolutions wünschen. Wobei eher nicht - wer 300 Millionen allein in die Visuals eines Film investieren kann, hat Glück bzw. frische Ideen bzw. Talent nicht nötig.
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