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72 Stunden - The Next Three Days (Kinokritik/Review)

Sich vom Justiz- und Familiendrama zum Kriminalstück und Flucht-Thriller wandelnder Film. Greifbar und dennoch spannend.
Filmkritik
John Brennan setzt alles daran seine Frau vor der fehlerhaften Justiz zu retten. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Es geschieht wie aus heiterem Himmel: In einem Moment noch die perfekte kleine Familie, endet das idyllische Zusammenleben der Brennans abrupt, als die Polizei in ihr Haus eindringt und Laura (Elizabeth Banks) wegen Mordes an ihrer Chefin verhaftet. Da alle Indizien gegen sie sprechen, wird die Ehefrau und Mutter eines Jungen zu 20 Jahren Haft verdonnert. Gatte John (Russell Crowe) muss hilflos mit ansehen, wie Laura aufgrund der niederschmetternden Urteils in der Folgezeit jegliche Lebensfreude verliert. Noch schlimmer: Ihr kleiner Sohn Mick leidet sichtlich unter der Trennung von Laura. Als auch die letzte Berufung abgelehnt wird und John bei einem Besuch im Gefängnis spürt, wie sich Mick von seiner Mama entfremdet, reift in ihm ein ungeheuerlicher Gedanke: Der brave Literaturlehrer beschließt, seine Frau aus dem Gefängnis zu befreien!

Variante von Prison Break
72 Stunden - The Next Three day [Quelle: siehe Bildergalerie]


Der Gedanke an die populäre TV-Serie Prison Break drängt sich auf, doch die Parallelen zum neuen Thrillerdrama von Paul Haggis sind gering. Hier wie dort wird die gerichtliche Vorgeschichte lediglich gestreift und konzentriert sich die Handlung nach kurzer Einführung schwerpunktmäßig auf die Ausbruchspläne. Aber während Michael Scofield, der Held aus Prison Break, selbst ins Gefängnis geht, um mit seinem Bruder gemeinsam auszubrechen, versucht John, von außen zu einer Lösung zu kommen. Doch John ist kein Genie wie Scofield, sondern ein ganz normaler Familienvater. Verzweifelt holt er sich Rat bei einem Exknacki (Liam Neeson in einer kurzen Gastrolle), woraufhin der Kinogänger zusehen kann, wie John Kontakt mit der Unterwelt aufnimmt, um an Geld und falsche Pässe für die Flucht zu gelangen. Ein Unterfangen, das ihn teils in Sackgassen, teils in lebensgefährliche Situationen manövriert.



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Filmkritik k.A.
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Paul Haggis
10.03.1956
London
United Kingdom
Produzent, Regisseur
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