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Kino, Paul Anderson, Resident Evil, Resident Evil: Afterlife(ohne Ankündigung)
Resident Evil: Afterlife kommt in die Kinos: Interview mit Regisseur Paul W. S. Anderson zum 3D-Zombie-Spektakel
Vor acht Jahren etablierte der Brite Paul W. S. Anderson mit der Videogame-Verfilmung Resident Evil eine neue Action-Horror-Reihe in der Kinogeschichte. WIDESCREEN sprach mit dem Rückkehrer auf den Regiestuhl über Budgets, Entwicklung und Emotionen im Kino.
28.08.2010 05:13 Uhr - Mr. Anderson, das ist der vierte Resident Evil-Film. Wird es Ihnen nicht langsam zu viel damit?
Zu viel? Um Gottes willen! Der einzige Grund, warum ich Resident Evil mache, ist, dass ich von dem Videospiel so begeistert bin. Ich spiele die Spiele leidenschaftlich gerne. Und der Grund, warum Milla den ersten Film gemacht hat, war, dass ihr Bruder die Spiele spielt. Das ganze Franchise basiert auf Leidenschaft, auch bei Milla. Und wenn diese Leidenschaft eines Tages nicht mehr da sein sollte, dann machen wir nie wieder einen Resident Evil-Film.
Wie schaffen Sie es, den großen Studioproduktionen das Wasser zu reichen?
Das ist schon eine Kunst, denke ich. Gerade in Europa lernt man das sehr schnell. Ich habe, wie Sie wissen, mit europäischen Independent-Filmen angefangen [Beispiel:Shopping; Anm. d. Red.]. Da gibt es einfach nicht so viel Geld wie in Hollywood. Und wennn man großes Kino machen will, aber kein großes Budget hat, muss man lernen, es eben mit weniger Geld hinzukriegen. Das ist eine besonders eurpoäische Fähigkeit, und nur so können wir es mit den großen Hollywoodproduktionen aufnehmen. Unsere Produktionen kosten nur einen Bruchteil davon. Aber der letzte Resident Evil-Film hat weltweit in etwa so viel eingespielt wie Watchmen.
Ihre Frau, Milla Jovovich, scheint im Laufe der Resident Evil-Reihe reifer und erwachsener geworden zu sein. Wie war das für Sie, persönlich und beruflich?
Es war fantastisch. Im ersten Film was sie noch ein junges Mädchen, das im Film nicht einmal seinen eigenen Namen kannte. Und jetzt ist sie eine sehr selbstbewusste Frau, in den Filmen und im Leben. Für mich war es fantastisch, daran beteiligt zu sein. Wir haben jetzt eine kleine Tochter, was unserem Leben eine ganz neue Dimension verleiht. Wir sagen immer scherzhaft, dass Resident Evil unser Familiengeschäft ist. Und das ist es auch. Wir arbeiten immer mit denselben Produzenten und oft demselben Team. Alle paar Jahre versammeln wir uns, um einen neuen Film in der Reihe zu machen, und das ist ein Vergnügen.
Sie drehten Resident Evil: Afterlife in 3D. Worauf kommt es Ihnen dabei an?
Für die Art von Filmen, die ich mache, passt 3D sehr gut. Ich mache Actionfilme, ich mache Horrorfilme. Und bei Action und Horror kommt es ganz stark auf das Gefühl an. Am Ende einer spannenden Szene soll dem Zuschauer das Blut in den Kopf schießen und das Herz rasen. Bei Horror ist es genauso. Man versetzt sich in die Situation. Und mit 3D ist es einfacher, den Zuschauer in die Dunkelheit zu ziehen. Bei Action und Horror ist entscheidend, dass man richtig in den Film eintauchen kann, und das vermisse ich im Kino schon seit einiger Zeit. Beim Ton gab es irrsinnige Fortschritte, aber das Bild ist seit etwa hundert Jahren flach auf der Leinwand. Jetzt kann das Bild endlich das liefern, was beispielsweise Surround-Sound kann: Den Zuschauer in die Story zu zerren. Alle vierzig oder fünfzig Jahre gibt es einen Paradigmenwechsel im Kino. Zum Beispiel die Erfindung des Tonfilms. Dann kam der Farbfilm. Und jetzt 3D. Ich glaube wirklich, dass 3D eine genauso bedeutende Veränderung ist. Für mich als Filmemacher ist es eine sehr, sehr spannende Zeit.


Zu viel? Um Gottes willen! Der einzige Grund, warum ich Resident Evil mache, ist, dass ich von dem Videospiel so begeistert bin. Ich spiele die Spiele leidenschaftlich gerne. Und der Grund, warum Milla den ersten Film gemacht hat, war, dass ihr Bruder die Spiele spielt. Das ganze Franchise basiert auf Leidenschaft, auch bei Milla. Und wenn diese Leidenschaft eines Tages nicht mehr da sein sollte, dann machen wir nie wieder einen Resident Evil-Film.
Wie schaffen Sie es, den großen Studioproduktionen das Wasser zu reichen?
Das ist schon eine Kunst, denke ich. Gerade in Europa lernt man das sehr schnell. Ich habe, wie Sie wissen, mit europäischen Independent-Filmen angefangen [Beispiel:Shopping; Anm. d. Red.]. Da gibt es einfach nicht so viel Geld wie in Hollywood. Und wennn man großes Kino machen will, aber kein großes Budget hat, muss man lernen, es eben mit weniger Geld hinzukriegen. Das ist eine besonders eurpoäische Fähigkeit, und nur so können wir es mit den großen Hollywoodproduktionen aufnehmen. Unsere Produktionen kosten nur einen Bruchteil davon. Aber der letzte Resident Evil-Film hat weltweit in etwa so viel eingespielt wie Watchmen.
Ihre Frau, Milla Jovovich, scheint im Laufe der Resident Evil-Reihe reifer und erwachsener geworden zu sein. Wie war das für Sie, persönlich und beruflich?
Es war fantastisch. Im ersten Film was sie noch ein junges Mädchen, das im Film nicht einmal seinen eigenen Namen kannte. Und jetzt ist sie eine sehr selbstbewusste Frau, in den Filmen und im Leben. Für mich war es fantastisch, daran beteiligt zu sein. Wir haben jetzt eine kleine Tochter, was unserem Leben eine ganz neue Dimension verleiht. Wir sagen immer scherzhaft, dass Resident Evil unser Familiengeschäft ist. Und das ist es auch. Wir arbeiten immer mit denselben Produzenten und oft demselben Team. Alle paar Jahre versammeln wir uns, um einen neuen Film in der Reihe zu machen, und das ist ein Vergnügen.
Sie drehten Resident Evil: Afterlife in 3D. Worauf kommt es Ihnen dabei an?
Für die Art von Filmen, die ich mache, passt 3D sehr gut. Ich mache Actionfilme, ich mache Horrorfilme. Und bei Action und Horror kommt es ganz stark auf das Gefühl an. Am Ende einer spannenden Szene soll dem Zuschauer das Blut in den Kopf schießen und das Herz rasen. Bei Horror ist es genauso. Man versetzt sich in die Situation. Und mit 3D ist es einfacher, den Zuschauer in die Dunkelheit zu ziehen. Bei Action und Horror ist entscheidend, dass man richtig in den Film eintauchen kann, und das vermisse ich im Kino schon seit einiger Zeit. Beim Ton gab es irrsinnige Fortschritte, aber das Bild ist seit etwa hundert Jahren flach auf der Leinwand. Jetzt kann das Bild endlich das liefern, was beispielsweise Surround-Sound kann: Den Zuschauer in die Story zu zerren. Alle vierzig oder fünfzig Jahre gibt es einen Paradigmenwechsel im Kino. Zum Beispiel die Erfindung des Tonfilms. Dann kam der Farbfilm. Und jetzt 3D. Ich glaube wirklich, dass 3D eine genauso bedeutende Veränderung ist. Für mich als Filmemacher ist es eine sehr, sehr spannende Zeit.
(Roman Nitsche)
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