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Das Konzert (Kinokritik/Review)

Action:
Humor:
Spannung:
Erotik:
Anspruch:
Film-Wertung:
Eine weitere kleine Programmkino-Perle vom Regisseur von Zug des Lebens und Geh und lebe

Filmkritik
26.07.2010 07:50 Uhr -
Das Konzert (9) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Vor 30 Jahren wurde das berühmte Bolschoi-Orchester aufgelöst, da es nach Breschnew mit zu vielen Juden besetzt war. Stardirigent Andreï, nun Putze an alter Wirkungsstätte, hat das nie überwunden. Da fällt ihm eines Tages die Einladung des neuen Bolschois nach Paris in die Hände. Kurzerhand meldet er sich an und trommelt die alten Weggefährten zusammen. Doch der Plan entwickelt seine Tücken, als die einstigen Kollegen – nun Straßenhändler und Taxifahrer – beginnen, sich in Paris selbstständig zu machen.
Nach Zug des Lebens verknüpft Regisseur Radu Mihaileanu erneut verschmitzten jiddischen Witz mit rauer politischer Wirklichkeit. Mit reichlich Selbstironie spielt er mit Vorurteilen über jüdische Verschrobenheit und Geschäftemacherei, Kommunismus sowie Kapitalismus und schafft dank elegischer Musik am Ende den Brückenschlag zu einer schwärmerisch-sentimentalen Tragikomödie, bei der kein Auge trocken bleibt.


(Tim Sünderhauf)

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