19.07.2010 12:21 Uhr -
Karate Kid (1) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Asiatische Kampfkunst kann so einfach sein: „Jacke anziehen, Jacke ausziehen“. Diese einfache Formel hunderte Male wiederholen und schon wird aus einem unscheinbaren Knirps ein echter Kämpfer. Okay, nicht ganz, ein bisschen harter Körpereinsatz gehört auch noch dazu. Während uns Mr. Miyagi 1984 noch mit seiner „Auftragen, Polieren“-Technik beeindruckte, ist 26 Jahre später Mr. Han mit seinen Trainingsmethoden am Zug.
Kung-Fu-Knilch Für das Remake des Kultfilms Karate Kid verpflichtete Regisseur Harald Zwart (
Eine Nacht bei McCool’s) Eastern-Superstar Jackie Chan und Will Smiths Sprössling Jaden. An der eigentlichen Story, die allerdings nach China verlegt wurde, hat sich kaum etwas verändert. Der junge Dre (Jaden Smith) zieht nach Peking, da seine Mutter dort einen neuen Job antritt. In der neuen Umgebung muss sich Dre von Beginn an gegen den tyrannischen Cheng behaupten. Lediglich in der hübschen Mei Ying und dem scheinbar gebrechlichen Hausmeister Mr. Han (J. Chan) findet er Freunde. Mr. Han ist es schließlich auch, der Dre unter seine Fittiche nimmt und ihm für einen Turnierkampf Kung-Fu (nein, nicht Karate!) beibringt.
Modernisierte Kopie Im Grunde wurde das alte
Karate Kid einfach aufpoliert. Coole Sprüche, fette Mucke und flott geschnittene, durchaus beindruckende Martial-Arts-Einlagen sind voll auf Höhe der Zeit. Jaden Smith, der mit gestählter Hühnerbrust das Kampf-Küken gibt, überzeugt in seiner Rolle und kann in Sachen lockerem Charme seinen berühmten Papa nicht verleugnen. Papi und Mami Smith fungierten übrigens als Mitproduzenten der
Karate Kid-Neuauflage, die völlig in Ordnung geht, niemandem wehtut und lediglich ein wenig Charme des Originals vermissen lässt.
Chris Knight