Der zweite Teil von Stieg Larssons Millenium-Trilogie ist ein fesselnder Kriminalthriller im Stile eines guten Tatort - wir haben für Sie die DVD getestet!
Interview mit Noomi Rapace (ca. 10 Min.), Teaser & Trailer
DVD-Kritik
08.06.2010 11:02 Uhr -
Verdammnis [Quelle: siehe Bildergalerie]
In Verblendung standen noch der Enthüllungs-Journalist Mikael Blomkvist und seine Suche nach der Hintergründen des Verschwindens eines jungen Mädchens im Zentrum der Handlung. Nun rückt hingegen die taffe Cyber-Spezialistin Lisbeth Salander und ihre Vergangenheit, die schon im ersten Teil angerissen wurde, deutlich in den Mittelpunkt. Lisbeth, erneut mit jeder Menge Power und Willen gespielt von Noomi Rapace, lässt ihrem Vergewaltiger aus Verblendung, dem Anwalt Nils Bjurman, keine Ruhe. Wenig später ist ihr Peiniger tot, zudem wurde ein junges Journalisten-Paar mit Bjurmans Revolver erschossen, auf dem sich Lisbeths Fingerabdrücke befinden.
Verdammnis [Quelle: siehe Bildergalerie]
Prompt hält die Polizei die unangepasste Rockerin für die Täterin. Während Lisbeth untertaucht, ist ihr Freund Mikael, für dessen Millennium-Magazin das ermordete Pärchen einen Fall von Kinder-Prostitution recherchiert hat, von ihrer Unschuld überzeugt. Bei ihren parallel laufenden Nachforschungen kommen die beiden einem mysteriösen Hünen auf die Spur – und offenbart sich Schritt für Schritt die ganze düstere Familiengeschichte der Lisbeth Salander.
Verdammnis [Quelle: siehe Bildergalerie]
Während Verblendung noch von einem mit Lisbeth nicht zusammenhängenden Fall erzählt, rückt das persönliche Element bei Verdammnis nun endgültig in den Vordergrund. Zwar erreicht der zweite Teil nicht ganz die elektrisierende Atmosphäre des ersten, doch geht es einem bei Verdammnis wie bei einem guten Tatort mit dem Lieblingsermittler-Team: Man fühlt sich den beiden Hauptfiguren von der ersten Minute an nahe und fiebert mit.
Ein lohnenswerter Kriminalthriller, als Übergang zum dritten Teil sowieso unerlässlich. Optisch störend ist das Hintergrundrauschen, im Falle der DVD fallen zudem Kantenunschärfen unangenehm auf.