29.05.2010 07:45 Uhr - Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Man kennt das ja: Es schüttet wie aus Eimern oder es regnet Hunde und Katzen. Der Niederschlag im neuesten Animationsfilm von Sony Pictures fiel allerdings wesentlich schmackhafter aus: In einem abgelegenen Inselkaff, in dem Sardinen das Hauptnahrungsmittel sind, fallen plötzlich die leckersten Köstlichkeiten vom Himmel. Verantwortlich dafür ist Flint Lockwood, ein abgedrehter Wissenschaftler, der seit seiner Kindheit einen Geistesblitz nach dem anderen hat.
Herr, schmeiß Burger vom Himmel! Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Allerdings hatten seine Erfindungen bisher immer den einen oder anderen Haken. Auch sein Nahrungs- replikator, der aus Wasser Essen erzeugen soll, scheint zunächst gar nicht zu funktionieren. Wie eine Rakete schießt das Maschinchen versehentlich gen Himmel und sorgt auf dem Weg in den Orbit für jede Menge Zerstörung in Flints Heimatort. Die Einwohner haben endgültig die Nase von dem Spinner voll. Dann ziehen bedrohliche Wolken auf … aus denen es plötzlich Hamburger regnet. Flint ist am Ziel. Doch schon bald entpuppt sich die Essensflut als tödliche Gefahr.
Guten Appetit Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Auf der einen Seite erwartet die jungen Zuschauer ein kunterbuntes und kurzweiliges Abenteuer, das die Geschichte vom Schlaraffenland einmal etwas anders erzählt. Auf der anderen Seite funktioniert der Animationsfilm auch noch auf einer zweiten Ebene: Ziemlich deutlich übt er Kritik an unserer Überflussgesellschaft und behandelt zudem einen Vater-Sohn-Konflikt. Beides zusammen verbindet sich zu einem spaßigen Film für die ganze Familie. Während im Original allerdings Schauspieler wie Anna Faris, James Caan oder
A-Team-Legende Mr. T den drolligen Figuren ihre Stimmen leihen, hat es bei uns wieder nur für eher unbekannte Sprecher gereicht. Diese machen ihre Sache zwar sehr gut, lassen aber das gewisse Etwas vermissen.
Großer Wurf Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Ansonsten muss man bei der Blu-ray auf gar nichts verzichten. Visuell und auditiv wird das digitale Ausgangsmaterial den Heimkinoverhältnissen völlig gerecht. Die Extras punkten mit Hintergrundinfos zur Produktion, inklusive Blick ins Synchronstudio. Als ziemlich überflüssig, für kleine Kinder aber vielleicht ganz witzig, erweist sich der Platsch-Modus: Einmal aktiviert, lässt sich der Fernsehschirm während des Films mit virtuellen Lebensmitteln bewerfen.
(Thomas Raab)