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Surrogates - Mein zweites Ich (DVD-Kritik)
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Eine düstere Science-Fiction-Utopie, ein rasanter Action-Thriller, ein tiefgründiges Drama: Surrogates ist von allem etwas, aber nichts richtig. Trotz der klaren Schwächen ein unterhaltsamer Genre-Mischmasch.
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| DVD-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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22.05.2010 07:30 Uhr -
Wie sieht das Leben der Zukunft aus? Internet und technischer Fortschritt erleichtern den Menschen immer mehr ihr Dasein, machen die Welt aber auch unpersönlicher und gefühlskälter. In Jonathan Mostows Science-Fiction-Thriller ist die Menschheit bereits einen Schritt weiter.
Alter Egos Surrogates, perfekte Roboter-Nachbildungen ihrer Besitzer, die via Direkt-Link gesteuert werden, bevölkern die Straßen. Niemand muss mehr sein Haus verlassen, um am täglichen Leben teilzunehmen. Was die Surrogates erleben, spielt sich per Datenübermittlung realistisch im Gehirn ihrer Eigner ab. Alles ist möglich: Querschnittsgelähmte können wieder gehen, gefährliche Aktivitäten gehen nicht mit gesundheitlichen Risiken einher und jeder kann sich einen perfekten Körper anfertigen lassen. Es herrscht die schöne, neue Welt. Doch der Schein trügt. Nicht alle befürworten das Versteckspiel hinter virtuellen Identitäten und die Degeneration der Menschheit. Es gibt Gegner der Surrogates, die sich auf alte Werte und das wahre Leben berufen. Schließlich kommt es sogar zu Anschlägen, die allerdings nicht nur den Surrogaten, sondern – trotz aller Sicherheitsvorkehrungen – auch deren humanen Lenkern das Licht auspusten. Das ruft den desillusionierten FBI-Cop Tom Greer auf den Plan. Mal so, mal so Die Ausgangssituation des Films, der auf einem Comic basiert, bietet ein großartiges Science-Fiction-Potenzial. Leider beauftragte man mit der Umsetzung der Story augenscheinlich den falschen Regisseur. Jonathan Mostow (Terminator 3) wollte einfach zu viel und lieferte zu wenig, auch im Hinblick auf die knappe Laufzeit. Seine Regiearbeit eiert inhaltlich unentschlossen zwischen Action-Thriller und tiefgründiger Science-Fiction-Dystopie hin und her, was nicht ausreicht, um nachhaltig zu begeistern. Wer auf jede Menge Action hofft, die der Trailer durchaus versprach, wird enttäuscht sein. Und wer ein philosophisches Thriller-Drama erwartet, bekommt ebenfalls Schmalspurkost geboten. Insgesamt schmälern dieser Umstand und der eine oder andere gravierende Logikfehler das Filmvergnügen, aber als nette Abendunterhaltung kann Surrogates durchaus überzeugen. Machen Sie blau! Bei den technischen Qualitäten der DVD bewegt sich alles im grünen Bereich. Der Sound dreht in Action-Szenen richtig auf und liefert ansonsten einen atmosphärisch dichten Science-Fiction-Klanghintergrund. Allerdings fehlt es visuell hier und da am letzten Quäntchen Schärfe. In dieser Hinsicht dürfte sich die Blu-ray eher empfehlen. Des Weiteren sprechen für die HD-Variante der kaum höhere Preis und die umfangreichere Ausstattung. Der Silberling bietet an Extras nämlich lediglich den Audiokommentar des Regisseurs, der zu keinem Zeitpunkt ein kritisches Wort zu seinem Film verliert, und das Musikvideo des Titelsongs. (Thomas Raab) |
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