01.05.2010 07:50 Uhr - Abby ist eigentlich das, was Männer wollen: langbeinig, blond, sexy. Doch zugleich verkörpert sie alles, was Kerle die Flucht ergreifen lässt: Sie ist ein Kontrollfreak und hat zu allem eine (teils sehr eigenwillige) Meinung. So erfolglos sie das in der Liebe sein lässt, so gut ist Powerfrau Abby in ihrem Job als Produzentin einer TV-Show.
Doch in letzter Zeit schlafen den Zuschauern ihrer Sendung die Füße ein und die Quoten brechen weg - bis Abbys Boss den gegen alle journalistischen Konventionen verstoßenden Rüpel Mike mit seiner "The Ugly Truth"-Show einkauft, der fortan vor laufender Kamera in Macho-Manier das Sexualleben seiner Umgebung unter Beschuss nimmt. Die Folge: Abbys unverhohlene Abneigung einerseits und explodierende Zuschauerzahlen andererseits.
Der spritzige Film funktioniert im Stil eines Kampfes der Geschlechter, der gegen Ende aber die offensichtliche romantische Wendung nimmt. Was
Die nackte Wahrheit von Genregenossen unterscheidet, ist in erster Linie die deftige Sprache, die allen voran Gerard Butler als Sexist mit rauer Schale, aber weichem Kern zum Besten geben darf. Mit dieser weit unter die Gürtellinie reichenden Art orientierte man sich wohl am Zeitgeist der Judd-Apatow-Komödien. Zwar mag es nicht jedem gefallen, wenn einem in einer Tour obszöne Begriffe um die Ohren gehauen werden, doch dank einiger pointierter Gags auf Kosten des jeweils anderen Geschlechts versteht es diese Romanze immer wieder, im richtigen Moment die Kurve zu kriegen.
Sowohl inhaltlich als auch technisch unterscheiden sich Blu-ray und DVD kaum. Die movieIQ-Funktion des HD-Mediums liefert lediglich weitere Zusatzinfos während des Films. Besonders amüsant sind die Outtakes und die beiden Featurettes
Die ernüchternde Wahrheit: Was Männer und Frauen wirklich denken und
Die Kunst des Lachens: Die nackte Wahrheit von ihrer komischsten Seite.
(Thomas Raab)