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Interview, John Musker , Küss den Frosch, Ron Clements
"Wir wurden gefeuert": Ron Clements und John Musker im Interview
Ron Clements und John Musker haben schon einige Disney-Prinzessinnen zum Leben erweckt. Sie führten Regie bei Arielle - Die kleine Meerjungfrau und Aladdin. Bei Disneys Rückkehr zum traditionellen Zeichentrickfilm saßen sie erneut auf dem Regiestuhl, obwohl sie damit gar nicht mehr gerechnet hatten.
Im Grunde waren Sie beide schon entlassen, als bei Disney die Entscheidung fiel, mit Küss den Frosch zum traditionellen Zeichentrickfilm zurückzukehren…
Musker: Wir wurden verbannt, um es einmal wie im Märchen auszudrücken … [lacht]
Clements: Unsere Verträge liefen einfach aus …
Musker: Nein, die haben uns gefeuert.
Clements: Na ja, ja, aber eigentlich wurden unsere Verträge einfach nicht verlängert. Aber es hat ja nicht einmal sechs Monate gedauert, bis sie uns wieder zurückgeholt haben. Damit gerechnet haben wir allerdings nicht.
Musker: Disney hat sich um uns herum verändert. Der Disney-Konzern, den wir verlassen haben, war nicht mehr der Disney-Konzern, bei dem wir vor Jahren mit unserer Arbeit angefangen hatten. Alles entwickelte sich in eine Richtung, die uns beiden nicht sonderlich gefiel.
Wie fühlten Sie sich, als der Anruf kam, dass man Sie wieder bei Disney haben wollte?
Clements: Es fühlte sich seltsam an.
Musker: Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass John Lasseter die Verantwortung bei Disney Animation übertragen bekommen würde. Als John uns anrief, standen wir kurz davor, für einen Film eines anderen Studios zu unterschreiben. John meinte nur: „Unterschreibt nicht, vertraut mir!“ Einige Wochen später waren wir sehr glücklich darüber, dass wir auf ihn gehört hatten. Disney vollzog einen dramatischen Richtungswechsel. Man befand sich in einer Einbahnstraße und wagte es, einfach umzudrehen.
Hat Küss den Frosch den klassischen 2D-Zeichentrickfilm wiederbelebt?
Clements: Die Intention war, zu den Wurzeln zurückzukehren, und das taten wir. Natürlich gab es Veränderungen, was die eigentliche Arbeit anging.
Musker: Anders als früher überlegten wir uns genau die Kamerawinkel, die Abläufe und das Licht einzelner Szenen. Wir konnten alles in Echtzeit sehen und verändern, das war sehr hilfreich. Früher konnte man solche Dinge erst sehen, wenn die Sequenz vollständig animiert war. Dann etwas zu ändern, war immer sehr aufwendig. Das sind Fortschritte, die die Arbeit auch an klassischen Zeichentrickfilmen auf jeden Fall erleichtern und ihnen dadurch wohl auch das Überleben sichern.
Wie haben Sie die Charaktere und ihr Aussehen entwickelt?
Musker: Ganz vereinfacht ausgedrückt, wollten wir die Figuren rund und wohlgeformt wirken lassen. Ein solches Design geht auf die Anfänge von Disney zurück.
Clements: Wir orientierten uns hauptsächlich an Bambi und Susi und Strolch. Die Figuren waren dort sehr ansprechend und trotzdem relativ leicht zu animieren, weil sie einfach etwas weicher wirken.
Musker: Wir wurden verbannt, um es einmal wie im Märchen auszudrücken … [lacht]
Clements: Unsere Verträge liefen einfach aus …
Musker: Nein, die haben uns gefeuert.
Clements: Na ja, ja, aber eigentlich wurden unsere Verträge einfach nicht verlängert. Aber es hat ja nicht einmal sechs Monate gedauert, bis sie uns wieder zurückgeholt haben. Damit gerechnet haben wir allerdings nicht.
Musker: Disney hat sich um uns herum verändert. Der Disney-Konzern, den wir verlassen haben, war nicht mehr der Disney-Konzern, bei dem wir vor Jahren mit unserer Arbeit angefangen hatten. Alles entwickelte sich in eine Richtung, die uns beiden nicht sonderlich gefiel.
Wie fühlten Sie sich, als der Anruf kam, dass man Sie wieder bei Disney haben wollte?
Clements: Es fühlte sich seltsam an.
Musker: Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass John Lasseter die Verantwortung bei Disney Animation übertragen bekommen würde. Als John uns anrief, standen wir kurz davor, für einen Film eines anderen Studios zu unterschreiben. John meinte nur: „Unterschreibt nicht, vertraut mir!“ Einige Wochen später waren wir sehr glücklich darüber, dass wir auf ihn gehört hatten. Disney vollzog einen dramatischen Richtungswechsel. Man befand sich in einer Einbahnstraße und wagte es, einfach umzudrehen.
Hat Küss den Frosch den klassischen 2D-Zeichentrickfilm wiederbelebt?
Clements: Die Intention war, zu den Wurzeln zurückzukehren, und das taten wir. Natürlich gab es Veränderungen, was die eigentliche Arbeit anging.
Musker: Anders als früher überlegten wir uns genau die Kamerawinkel, die Abläufe und das Licht einzelner Szenen. Wir konnten alles in Echtzeit sehen und verändern, das war sehr hilfreich. Früher konnte man solche Dinge erst sehen, wenn die Sequenz vollständig animiert war. Dann etwas zu ändern, war immer sehr aufwendig. Das sind Fortschritte, die die Arbeit auch an klassischen Zeichentrickfilmen auf jeden Fall erleichtern und ihnen dadurch wohl auch das Überleben sichern.
Wie haben Sie die Charaktere und ihr Aussehen entwickelt?
Musker: Ganz vereinfacht ausgedrückt, wollten wir die Figuren rund und wohlgeformt wirken lassen. Ein solches Design geht auf die Anfänge von Disney zurück.
Clements: Wir orientierten uns hauptsächlich an Bambi und Susi und Strolch. Die Figuren waren dort sehr ansprechend und trotzdem relativ leicht zu animieren, weil sie einfach etwas weicher wirken.
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