12.04.2010 12:34 Uhr -
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Handlung ist rasch zusammengefasst: Bruce Willis und Tracy Morgan spielen zwei New Yorker Cops, die einem fiesen Drogendealer auf der Spur sind und dabei in allerlei vermeintlich komische Situationen geraten. Es wird viel geballert, es werden ein paar Sprüche geklopft – mehr passiert eigentlich nicht. In Ermangelung einer einfallsreichen Handlung verlässt sich der Film auf die Chemie zwischen Willis und Morgan, was sich als Fehler erweist. Die meisten Gags funktionieren nicht. Bruce Willis ist zwar ein alter Profi, der auch in Komödien glänzen kann, doch Tracy Morgan verwechselt Humor mit Augenrollen und Rumgekreische
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Kult-Regisseur Kevin Smith (
Clerks) versucht, mit
Cop Out endlich im Mainstream zu landen, aber es will ihm nicht gelingen. Wie immer sind die Dialoge derb und die Situationen schräg. Was fehlt, ist eine klare Linie und markante Charaktere. Auch technisch kann der Film nicht überzeugen. Die wenigen Action-Szenen sind nicht spannend und unentschlossen inszeniert. Die flache Beleuchtung lässt den Film eigentümlich amateurhaft wirken. Die Geschichte ist lieblos erzählt und die Gags wirken durch den unrhythmischen Schnitt (den Kevin Smith übrigens selbst übernahm) übermäßig in die Länge gezogen und geradezu formlos.
Cop Out ist eine misslungene Hommage an die schrägen Cop-Comedys der Achtziger, was durch den Synthesizer-Soundtrack unangenehm unterstrichen wird. Es gibt allerdings auch einen Pluspunkt: Das aufreibende Privatleben der beiden Cops – Bruce Willis sorgt sich um die Hochzeit seiner Tochter, Tracy Morgan fürchtet, dass seine Frau fremdgeht – verleiht den beiden in manchen Szenen überraschend viel Menschlichkeit. Leider kann das den Film nicht retten.
(Emanuel Bergmann)