Hall & Oates besangen sie 1982. Nelly Furtado koppelte 2006 ebenfalls einen Titel namens „Maneater“ als Single aus. Drehbuchautorin Diablo Cody nahm den Begriff, der im übertragenen Sinn mit „Männer verschlingende Frau“ zu übersetzen ist, schließlich wörtlich. In ihrem zweiten Filmprojekt nach der bissigen Komödie
Juno (2007) hetzt sie mega-sexy Megan Fox als Vamp mit Blutdurst auf die Männerwelt einer amerikanischen Highschool. Wer nun allerdings einen brutalen Splatter-Streifen erwartet, liegt nur halb richtig. Denn Diablo Cody verarbeitete in ihrem Skript, das sogar vor dem mit einem Oscar ausgezeichneten Drehbuch zu
Juno entstand, erneut hintersinnige Dialoge, viel schwarzen Humor und vor allem die Sorgen und Nöte erwachsen werdender Mädchen.
Bissiges Biest Seit dem Kindergartenalter sind Needy (Amanda Seyfried) und Jennifer (Megan Fox) beste Freundinnen. Daran ändert sich auch nichts, als die beiden die Highschool besuchen und Jennifer sich zum absoluten Männerschwarm wandelt, während Needy eher ein graues Mäuschen bleibt. Als die beiden eines Nachts auf die Piste gehen und das Konzert einer Newcomer-Band im örtlichen Club besuchen, bricht dort ein verheerender Brand aus. Needy und Jenny kommen gerade noch mit dem Leben davon.
Da sich auch die Band aus den Flammen retten kann und Jennifer sowieso auf den süßen Leadsänger abfährt, denkt sie sich nichts dabei, den Rest des Abends mit den Jungs in deren Van zu verbringen. Needy dagegen schwant nichts Gutes und sie soll Recht behalten: Noch in der gleichen Nacht steht Jennifer plötzlich blutverschmiert vor ihrer Haustür, gibt seltsame Laute von sich und kotzt Needy die Bude voll. Needy ist schockiert und will Jennifer am nächsten Tag zur Rede stellen. Doch während der ganze Ort in Trauer um die Brandopfer versinkt, erscheint Jennifer quietschfidel in der Schule, wirkt wie das blühende Leben und will nichts von Needys Erlebnissen in der Nacht wissen. Als dann auch noch ein Mitschüler zerfleischt im Wald gefunden wird, ist Needy sofort klar, dass nur Jenny dahinter stecken kann und ihrer besten Freundin etwas Teuflisches widerfahren sein muss.
Sexy Lady Einsamkeit und Jungfräulichkeit, der Drang nach Bewunderung und die explosive Kraft weiblicher Sexualität - das sind die Schlagworte, mit denen sich
Jennifer’s Body inhaltlich auseinandersetzt. Regisseurin Karyn Kusama (
Aeon Flux) verfilmte Diablo Codys Drehbuch dabei äußert treffsicher und setzte den zum Teil grandiosen Dialogwitz der Autorin hervorragend um. Gleichzeitig fehlt es nicht an deftigen und blutigen Splatter-Einlagen, die sich aber nicht allzu stark in den Vordergrund drängen.