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Inglourious Basterds (Blu-ray-Kritik / Review)
Quentin Tarantinos Nazi-Jäger mischen das Heimkino auf und beenden die Hitler-Ära auf ihre Weise.Ein großartiger Streifen in fünf Akten und vor allem ein etwas anderer Kriegsfilm.
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| Blue-ray-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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Mit seinen Filmen spaltet er immer wieder die Kinogemeinde. Die einen halten den Mann mit dem markanten Kinn für genial, andere seine Werke für völlig überbewertet. Die Rede ist von Quentin Tarantino, der mit Streifen wie Reservoir Dogs oder Pulp Fiction seinen Ruhm begründete und einen ganz eigenen Stil und eine eigenwillige, konsequente Bildsprache prägte. Tarantino bricht Tabus, lässt Extreme aufeinanderprallen und zitiert und kopiert ungeniert, aber gekonnt aus dem Fundus diverser Actionfilme und Spaghetti-Western der Siebzigerjahre. Als bekannt wurde, dass Tarantinos neuestes Projekt den Zweiten Weltkrieg thematisieren würde, stellten sich viele zunächst nur eine Frage: Kann das funktionieren? Für eine Handvoll Skalps Inglourious Basterds basiert lose auf dem Italo-Kriegsfilm Quel maledetto treno blindato (Ein Haufen verwegener Hunde, 1978) von Enzo G. Castellari. In Tarantinos Werk laufen in fünf klar voneinander getrennten Akten zwei parallele Handlungsstränge immer enger aufeinander zu, um beim finalen Akkord schließlich zusammenzutreffen. Da wäre zunächst einmal die junge Französin Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent), die sich mit ihrer jüdischen Familie bei einem Bauern vor den Nazis versteckt. Doch der als „Judenjäger“ verschriene SS-Standartenführer Hans Landa (Christoph Waltz) spürt die Familie Dreyfus auf. Nur Shosanna kommt mit dem Leben davon und kann nach Paris fliehen. Gleichzeitig bereitet sich in Amerika eine Gruppe Soldaten unter der Führung von Lieutenant Aldo Raine (Brad Pitt) darauf vor, über Frankreich ins hakenkreuzverseuchte Europa einzudringen und so viele Nazis wie möglich zu töten. Die Killer-Brigade mit dem Namen Basterds, zu der auch emigrierte Deutsch-Juden und ein abtrünniger SS-Soldat gehören, kennt dabei keine Gnade und ist nur auf möglichst viele Skalps aus. Die Wurzel des Übels Vier Jahre später: Shosanna konnte sich inzwischen eine neue Identität in Paris aufbauen und leitet ein kleines Kino. Mit ihrer Liebe zum Film erweckt sie das Interesse des jungen Nazi-Kriegshelden Frederick Zollner (Daniel Brühl), dessen heroische Taten zu einem Propagandafilm verwurstet wurden. Zollner lässt seine Beziehungen spielen und kann Reichsminister Goebbels davon überzeugen, die Premiere des Streifens in Shosannas Kino zu verlegen. Das gesamte Oberkommando des Nazi-Regimes soll bei der Veranstaltung zugegen sein und sogar Hitler höchstpersönlich hat sich angekündigt. Für Shosanna eröffnet sich damit endlich die Gelegenheit, sich für ihre Familie zu rächen. Doch auch die Basterds bekommen Wind von der Filmpremiere und nehmen Kontakt zu einer deutschen Doppelagentin auf. |
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