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Der Ghostwriter (Kinokritik / Review)
In Roman Polanskis neuestem Film gerät der schottische Schauspieler Ewan McGregor in seiner Rolle als Ghostwriter für einen ranghohen Politiker in große Schwierigkeiten.
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| Filmkritik | ||
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19.02.2010 10:30 Uhr -
Adam Lang (Pierce Brosnan) begegnet seinem Ghostwriter (Ewan McGregor). [Quelle: siehe Bildergalerie]
Es ist ein lukrativer Job: Ein erfahrener Ghostwriter (Ewan McGregor) wird angeheuert, die Memoiren des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang (Pierce Brosnan) fertigzustellen. Lang bittet ihn dazu nach Martha's Vineyard in die Villa, in der der Ex-Politiker, dessen Gattin und Stab auf Einladung eines Mäzens untergekommen sind. Doch das vorgefertigte Manuskript, das dem Ghostwriter übergeben wird, scheint unbrauchbar. Zudem kam sein Vorgänger auf dubiose Art und Weise ums Leben. Die Anspannung wird größer, als die Information publik wird, dass Lang in seiner Zeit als Premier mit der CIA zusammengearbeitet haben soll. Als noch mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche schwappen, wird dem Ghostwriter allmählich der Boden unter den Füßen zu heiß. Nachdem es langsam ruhig um Roman Polanski geworden war – sein letzter Film war 2005 die wenig erfolgreiche Dickens-Neuverfilmung Oliver Twist – ist der inzwischen 67-jährige Regisseur aufgrund seiner Verhaftung in der Schweiz und des anstehenden Verfahrens in den USA wieder in aller Munde. Polanskis neuester Film sollte dazu beitragen, dass dies so bleibt. Denn mit Der Ghostwriter wendet er sich seit langem wieder dem Genre des Polit-Thrillers zu, das er einst mit Chinatown perfekt zu beherrschen bewiesen hatte. Seine Adaption eines Erfolgsromans von Robert Harris (Vaterland) darf als eine hintergründig-bissige Abrechnung mit der Ära Tony Blair verstanden werden, die zudem bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt ist: So spielt Kim Cattrall die Beraterin des Premiers, Olivia Williams dessen Gattin, daneben Timothy Hutton, Tom Wilkinson, James Belushi und Italowestern-Altstar Eli Wallach (Die glorreichen Sieben) mit. Was auch immer aus dem Verfahren gegen Polanski in der Realität werden wird, sein neuester, komplett in Deutschland gedrehter Paranoia-Thriller dürfte seine Fans begeistern und erneut die filmische Klasse des im wahren Leben von seiner Vergangenheit eingeholten Mannes beweisen. (Tim Sünderhauf) |
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