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Wie das Leben so spielt - Fan Edition (DVD-Kritik/Review)
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Komödien-König Judd Apatow und Adam Sandler werfen einen ironischen Blick auf die dunklen Seiten des Comedy-Geschäfts und geben Einblick in ihr eigenes Leben.
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| DVD-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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06.02.2010 10:15 Uhr -
Regisseur und Produzent Judd Apatow avancierte binnen kürzester Zeit zu Hollywoods neuem Comedy-Papst. Nach Jungfräulichkeit mit 40 und ungewollter Schwangerschaft wurde Apatow mit seinem aktuellen Film aber wesentlich ernster und widmete sich im Grunde einem sehr privaten Thema: Apatow ließ in Wie das Leben so spielt jede Menge autobiografische Elemente einfließen. Auf darstellerischer Ebene wurde er dabei von Seth Rogen, den er berühmt machte, und Adam Sandler, mit dem er sich in den Neunzigern ein Zimmer teilte, unterstützt. Alle drei, Regisseur und Hauptdarsteller, starteten ihre Karriere als Stand-up-Comedians und mussten lange für ihren jetzigen Erfolg kämpfen. Aus dem Leben Hauptfigur im Film ist Star-Komiker George Simmons (Sandler), der es nach ganz oben geschafft hat. Doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere erhält er eine erschütternde Diagnose: Leukämie, dazu noch eine sehr seltene Form. Herkömmliche Behandlungsmethoden wären wirkungslos. Lediglich experimentelle Medikamente versprechen eine achtprozentige Heilungschance. Simmons schließt mit seinem Leben ab, muss für die Öffentlichkeit aber dennoch den Clown spielen. Während er sein Privatleben ordnet und feststellen muss, dass er trotz seines Erfolgs ein einsamer Mensch ist, lernt er zufällig den Stand-up-Comedian Ira (Rogen) kennen. Obwohl ihm seine Freunde nur wenig Talent attestieren, gelingt es Ira, bei Simmons Interesse zu wecken. Der Star-Komiker engagiert Ira als Gag-Schreiber, findet in ihm einen echten Freund und vertraut ihm als Einzigen sein tödliches Schicksal an. Dramödie Apatows neuester Film ist tatsächlich mehr Drama als Komödie. Natürlich fehlt es nicht an herben Zoten und witzigen Gags, aber eigentlich reflektiert der Streifen mehr über das Dasein als Berufswitzbold, als Schenkelklopfer zu liefern. Gerade das macht Wie das Leben so spielt aber so angenehm anders, berührend und dennoch heiter. Wer Apatows Filme bisher liebte, wird mit diesem Werk wenig anfangen können und ihn schlicht für zu öde halten. Zugegeben, bei einer Laufzeit von 140 Minuten sind einige Sequenzen tatsächlich etwas lang, wodurch auch der Fokus auf die eigentliche Thematik verloren geht. Doch der Blick hinter die Kulissen der lustigen Fassade des Comedy-Geschäfts beruht auf einem schlauen Konzept, mit einer Prise Tiefgang und netten Gags, und wurde trefflich besetzt. Die zahlreichen Stand-up-Comedy-Szenen im Film sind allerdings nur im Original lustig. Bei der deutschen Synchronisation hat man dabei - wie so häufig bei Komödien - völlig versagt. Anfänge Äußerst gelungen ist das Extras-Paket des Doppel-DVD-Sets. Neben üblichen Boni wie entfallenen und erweiterten Szenen, aber auch sehr witzigen Outtakes finden sich auf dem zweiten Silberling geniale Archivaufnahmen von den Karriereanfängen Sandlers, Apatows und Rogens. Eine vierteilige Doku beschäftigt sich zudem mit der Entstehung des Films. Fazit Eine etwas zu lang geratene Dramödie, die inhaltlich aber voll überzeugt und viele autobiografische Züge von Adam Sandler und Judd Apatow besitzt (Thomas Raab) |
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