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Igor (Blu-ray-Kritik/Review)
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Klein, bucklig und verachtet: Umgeben von wahnsinnigen Dr. Frankensteins wagt der bedauernswerte Handlanger Igor den Aufstand und erschafft selbst Leben.
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| Blue-ray-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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13.01.2010 12:07 Uhr -
In Malaria, einer düsteren Welt voll verrückter Wissenschaftler, bleibt einem als missgestalteter, kleiner Wicht nichts anderes übrig, als Igor zu werden. Denn jedes Tüftel-Genie benötigt seinen Igor, einen Assistenten, der seinem Meister bedingungslos zu gehorchen hat und dem eigenständiges Denken untersagt ist. Unter dieser jämmerlichen Schar von Handlangern befindet sich allerdings ein Igor, der das ganz anders sieht. Dieser Igor arbeitet heimlich an seinen eigenen Erfindungen. Sein Ziel: Der Gewinn des jährlich ausgelobten Wissenschaftspreises des Bösen. Igor will Leben erschaffen. Doch leider entpuppt sich sein Monstrum als liebenswertes Frauenzimmer. Quasimodo lässt grüßen Die animierte Gruselkomödie, die in den USA immerhin 20 Millionen Dollar einspielte, vermischt auf amüsante und schwarzhumorige Weise die Quasimodo-Thematik aus Der Glöckner von Notre Dame mit Mary Shellys Frankenstein. Der Stil von Igor erinnert stark an die morbiden Regiewerke eines Tim Burton. Was die Animationen betrifft, ist man durch Pixar inzwischen zwar einen anderen Standard gewohnt, aber der eher reduzierte, cartoonartige Look verleiht dem Film einen ganz besonderen Charme. Die Story birgt wenig Überraschungen, besitzt im Mittelteil kleine Durchhänger und ist ziemlich vorhersehbar. Allerdings sorgen die skurrilen Charaktere, insbesondere Igors Sidekicks, für jede Menge Situationskomik, die teilweise recht bösartig ausfällt. Hört, hört! Im englischen Original übernahmen einige namhafte Stars wie John Cusack, John Cleese, Steve Buscemi und Christian Slater die Synchronisation. Für die deutsche Version verpflichtete man größtenteils die bekannten Standardstimmen der Hollywood-Größen, wodurch der Film auch in der Synchro sehr professionell und rund wirkt. Überhaupt macht Igor auditiv und visuell einen äußerst gelungenen Eindruck und gibt kaum Anlass, Kritik zu üben. Etwas mager fielen die Boni der Disc aus. Neben einem wenig aussagekräftigen Blick ins Animationsstudio ist es vor allem das Feature zu den Synchronarbeiten, das interessante Details offenbart. So scheinen die Sprecher ihre Parts zum Teil schon vor der Animationsarbeit mithilfe des Drehbuchs eingesprochen zu haben. Fazit Schräg, schrullig und ein bisschen gruselig: Eine unterhaltsame Frankenstein-Variation mit viel schwarzem Humor. (Thomas Raab) |
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