Bitte ändern Sie baldmöglichst Ihr Passwort
Login: Passwort:  Anmelden  Passwort

Che - Teil 1: Revolución/Teil 2: Guerrilla (DVD-Kritik/Review)

Bild:
Ton:
Ausstattung:
DVD-Check:
Aufwendiges zweiteiliges Biopic von Steven Soderbergh über den Kampf Che Guevaras gegen die Regierungen von Kuba und Bolivien.

DVD-Infos
Name Che - Teil 1: Revolución/Teil 2: Guerrilla
Publisher Senator Home Entertainment
Verkauf 11.12.2009
Verleih 23.11.2009
FSK ab 12 Jahren
DVDs keine Angaben
Laufzeit ca. 250 Minuten
Fassung keine Angaben
Bild keine Angaben
Untertitel keine Angaben
Ton Dolby Digital 5.1 (Deutsch)
Dolby Digital 5.1 (Spanisch)
Ausstattung Making of, Interviews, Bio- und Filmografie
Zum Artikel :Che - Teil 1: Revolución/Teil 2: Guerrilla (DVD-Kritik/Review)
Zum Artikel :Che - Teil 1: Revolución/Teil 2: Guerrilla (DVD-Kritik/Review)
Zum Artikel :Che - Teil 1: Revolución/Teil 2: Guerrilla (DVD-Kritik/Review)
Zum Artikel :Che - Teil 1: Revolución/Teil 2: Guerrilla (DVD-Kritik/Review)
DVD-Kritik
09.01.2010 11:00 Uhr -
Che (1) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Eigentlich wollte Steven Soderbergh von Che Guevaras Kampf gegen die korrupte Regierung in Bolivien erzählen. Doch dann dämmerte ihm, dass dies eine endlos wirkende Geschichte des Misserfolgs und der ständigen Flucht werden würde und so dem Wirken des Freiheitskämpfers zu viel negativen Beigeschmack gegeben hätte. So entschied sich Soderbergh dafür, auch die Erfolgsgeschichte der Revolution auf Kuba zu erzählen. Doch da er von seiner eigenen Detailverliebtheit nicht abrücken wollte, wurde der Film über vier Stunden lang - und musste in zwei Teile geteilt werden.

Che [Quelle: siehe Bildergalerie]
Aufwendiger Zweiteiler
Diese beiden Filme - Revolución und Guerrilla - wurden nun in einer Che-Box gemeinschaftlich auf DVD veröffentlicht. Sie sind als ein aufwendiger Film in zwei Teilen und nicht als zwei getrennte Dramen zu verstehen. Revolución leitet nach einer kurzen Einführung über das erste Treffen zwischen dem charismatischen argentinischen Arzt Ernesto "Che" Guevara und dem umtriebigen Exil-Kubaner Fidel Castro direkt zur Fahrt der Befreiungskämpfer nach Kuba über. In einer für einen Kinofilm seltenen Detailverliebtheit erzählt Soderbergh von da an von dem harten Leben als Revolutionär auf der karibischen Insel, das viele Opfer fordert, bis am Ende endlich die Eroberung einer strategisch wichtigen Stadt steht. Unterbrochen wird diese Handlung von schwarz-weißen Szenen aus späterer Zeit, in denen Che in seiner Funktion als Repräsentant Kubas dessen sozialistische Werte vor der UN verteidigt.
In Guerrilla setzt die Handlung ohne große Vorgeschichte mit Ches Ankunft in Bolivien ein. Zusammen mit einer Gruppe Freunde aus Kuba versucht er, den bewaffneten Widerstand gegen die das Volk unterdrückende Regierung zu organisieren. Doch anders als in der Karibik bleibt die Unterstützung durch Bauern und kommunistische Partei aus. Am Ende werden Che und seine Gefährten vom Militär gnadenlos gehetzt, er selbst geschnappt, eingesperrt und exekutiert.

Che (7) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wahre Motive
Man muss den Hut ziehen vor Soderberghs Ambition, seine Geschichte des Che Guevara in einem Tempo zu erzählen, das teils dokumentarischen Charakter hat, nahezu ohne Musikuntermalung auskommt und viel Platz für die Entwicklung seines Charakters lässt. Umso unverständlicher scheint, dass man nach dieser wahrlich abendfüllenden Biografie zwar weiß, was Che Guevara in seiner Zeit in Kuba und in Bolivien widerfahren ist, seine wahren Motive jedoch weitestgehend im Dunklen bleiben. Zudem schleppt sich die Handlung streckenweise dahin wie die Protagonisten durch Dschungel und Bergland. Man muss schon ein wahrer Sozialist und Che-Fan sein, um von diesem über vierstündigen Biopic durchgehend gefesselt zu sein. Insbesondere der zweite Teil stellt die Geduld des Zuschauers zwischenzeitlich arg auf die Probe. Dass die mit wilden Bärten umwucherten Gesichter der Figuren am Ende kaum noch auseinanderzuhalten sind, trägt zudem nicht gerade zur besseren Nachvollziehbarkeit der Geschehnisse bei. Doch eines muss man dem Film lassen: Benicio Del Toro verschmilzt derart mit seiner Rolle, dass man in ihm in jeder Minute den wirklichen Revolutionsführer zu sehen vermeint.

Chance vertan
Angesichts einer eigenen DVD nur für das Bonusmaterial hätte man sich allerdings eine Doku zu Ches gesamtem Leben oder Ähnliches gewünscht. Die Extras bestehen jedoch nur aus Interviews sowie einem Making-of. Hier wurde eine Chance vertan, ein echtes Che-Paket zu schnüren. So bleibt auch nach dem Anschauen der Extras die Frage offen, was diesen Che wirklich angetrieben haben mag.

Fazit
Detailverliebtes, hyperrealistisches Biopic mit Doku-Charakter, dessen zweiter Teil aber seine Längen hat.


(Tim Sünderhauf)


Bislang wurde dieser Beitrag noch nicht bewertet. 
Kommentieren Sie diesen Artikel! (bisher 0 Kommentare)
Suche  Suchen
Links zum Thema
Benicio Del Toro im Interview: "Der Mann hinter dem T-Shirt"
WIDESCREEN Vision Podcast - Folge 70
Revolution! - Benicio Del Toro als CHE
 
Anzeige
Links zu Medien
Trailer
Bildergalerie
Filmkritik
DVD
Blu-ray
Che - Revolucion
France, Spain, United States of America
2008
Biopic, Drama, History, War
Che: Part One - The Argentine
Kinostart: 11.06.2009
ca. 126 Minuten
ab 12 Jahren
Preisvergleich
Finden Sie jetzt die besten Heimkino-Schnäppchen:
DVD-Filme
Blu-ray-Filme
Fernseher
Video-Projektoren
DVD-Receiver
Blu-ray-Player
DVD-Player
Boxen/Soundsysteme
Home-Video-Zubehör
 
Copyright © 2012 Computec Media AG  Impressum    Presse    AGB    Datenschutz    Mediadaten