06.01.2010 10:12 Uhr - Nachdem Guy Ritchie in seinen letzten Filmen weitgehend schalen Mumpitz ablieferte, Bruce Willis auch nicht mehr der Jüngste ist und Action-Reihen wie
Transporter oder
Crank bis zur Lächerlichkeit fortgesetzt wurden, musste man als Fan von spaßigen Ballerfilmen befürchten, dass es mit dieser Filmgattung weiter bergab geht. Aber halleluja, jetzt kommt endlich wieder eine bleihaltige Popcorn-Granate, die herrlich abgedrehte Action bietet.
30 Profi-Killer nehmen darin an einem alle sieben Jahre wiederkehrenden Wettkampf um zehn Millionen Dollar teil. Sieger ist, wer nach 24 Stunden als Letzter überlebt hat. Finanziert wird das illegale Gemetzel von einer Truppe millionenschwerer Spender, die die gegenseitige Jagd der Killer per Peilsender und Webcams mitverfolgen und auf ihren Favoriten wetten können. Dieses Mal findet die Ausscheidung in England statt, wo der heruntergekommene Priester Macavoy nicht die geringste Ahnung hat, dass er aufgrund unglücklicher Umstände bald selbst im Mittelpunkt des blutigen Geschehens stehen wird. Doch auch der Sieger des letzten Tournaments ist wieder mit von der Partie. Allerdings nicht, um die große Kohle abzustauben, sondern um den Mord an seiner Frau zu rächen, den einer der 30 Killer-Kandidaten zu verantworten hat.
Ohne lang zu fackeln, lässt Regie-Neuling Scott Mann seine teilweise prominenten Turnierteilnehmer - etwa Ving Rhames (Mission Impossible 3) und Robert Carlyle (28 Weeks Later) - direkt aufeinanderprallen. 90 Minuten lang gehen sich die Superschützen und gnadenlosen Tötungsmaschinen auf brutalste Weise an die Gurgel. Dass dabei Charakterentwicklung oder Story-Tiefe auf der Strecke bleiben, sollte klar sein. Logikbrüche und Plot-Ungereimtheiten vermied Scott Mann, soweit es ging. Dementsprechend viel Spaß macht die Mischung aus
Das Millonenspiel und
Running Man für Fans harter und geradliniger Action. Die Extras halten sich auf der DVD, aber auch auf der Blu-ray in Grenzen. Geboten werden knappe Interviews und ein kleines Hintergrund-Feature.
Fazit Stumpf ist Trumpf - für Genre-Liebhaber ist dieser Film ein Feuerwerk!
(Raab, Langwald)