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Brüno - DVD-Kritik/Review
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It's Funky-Time mit Sacha Baron Cohen! Nach Borat provoziert er nun als stockschwuler Möchtegern-Star Brüno und schießt etwas übers Ziel hinaus.
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| DVD-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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19.12.2009 11:40 Uhr -
Das Konzept von Borat, dem beschränkten Reporter aus Kasachstan, ging vor drei Jahren voll auf. Durch seine naiv-provozierende Art hielt er der amerikanischen Gesellschaft den Spiegel vor und offenbarte zum Teil haarsträubende Sichtweisen. Hinter Borat steckte Sacha Baron Cohen, der mit seinem Humor gern Grenzen bewusst überschreitet. Es stellte sich jedoch die Frage, was nach Borat noch kommen soll? Die Antwort darauf lautet: Brüno.
Österreich-Export Im Grunde wärmte Sacha Baron Cohen für seinen zweiten abendfüllenden Film das Borat-Prinzip unter anderen Vorzeichen einfach neu auf. Um die Aneinanderreihung absurder, witziger und zum Teil niveauloser Provokationen einigermaßen zusammenzuhalten, strickte Cohen noch eine hauchdünne Story für sein Werk. So verliert Brüno, ein schwuler österreichischer Modereporter und Moderator seiner eigenen TV-Show, zu Beginn des Films seinen Job. Er beschließt daraufhin, Star zu werden, und reist dafür nach L.A. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten stößt der bekennende Hinterlader auf jede Menge Abneigung. Nach diversen misslungenen Versuchen, in Amerika berühmt zu werden, beschließt Brüno, seiner homoerotischen Neigung abzuschwören ... Kugelsack Eigentlich ist die Story reine Nebensache. Zentrales Element von Brüno ist es, seine Gegenüber zu schockieren, zu provozieren und dadurch ihr wahres Gesicht zu offenbaren. Das funktioniert in vielen Szenen sehr gut, ist amüsant, schockierend und peinlich berührend. Cohen scheint dieses Mal aber auch das Publikum an die Schmerzgrenze führen zu wollen. Nur so lassen sich die extrem überzogenen Penis-Sequenzen und andere Niveaulosigkeiten erklären. Wichtig ist es, Brüno im englischen Original mit Untertiteln anzusehen. Die deutsche Synchronisation macht den Streifen beinahe unerträglich. Außerdem verpasst man dann auch nicht Cohens grandioses Deutsch-Englisches-Wortkauderwelsch. Da Brüno ein recht rudimentäres und einfaches Englisch spricht, kommt es auch kaum zu Verständnisschwierigkeiten. Die Extras der DVD bestehen zum größten Teil aus entfallenen, erweiterten oder alternativen Szenen, die noch das eine oder andere Highlight enthalten. In der Special Edition erscheint Brüno übrigens mit Kalender und Penisring. Fazit Ähnlich tabulos und entlarvend wie Borat. Allerdings werden die Grenzen des guten Geschmacks extrem ausgereizt. (Thomas Raab) |
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