Okay, wo fängt man bei
Transfromers - Die Rache an? Welche Erwartungen hegt man? Unter welchen Voraussetzungen geht man an den Streifen heran? Versuchen wir es einmal filmisch ganz nüchtern zu betrachten: Ganz grob sollte ein Film eine halbwegs logische und spannende Story besitzen. Die Figuren sollten interessant sein und ihr Schicksal die Zuschauer bewegen. Ist das Ganze dann noch mit coolen Effekten, mitreißender Action und kribbelnder Spannung garniert, steht einem unterhaltsamen Heimkino-Action-Abend im Grunde nur noch wenig im Weg. Klingt ganz einfach, aber Michael Bay scheint dieses simple Prinzip, das er in einigen seiner Vorgängerfilme perfekt angewandt hat, bei
Transformers - Die Rache völlig vergessen zu haben.
Reif für die Schrottpresse Bei dem Versuch, sich immerzu selbst zu übertreffen, verzettelte er sich so sehr im Höher, Weiter, Schneller, dass es am Ende nicht mal mehr eine Freude ist, bei den computertechnisch wirklich erstklassig animierten Actionsequenzen zuzuschauen.
Über zwei Stunden wird der Zuschauer mit einer hohlen und extrem konstruiert wirkenden Story gequält, die Bay dann auch noch mit vorpubertären Kindereien vollgepackt hat. Während im ersten Film ein 20-minütiges Roboter-Versteckspiel im Vorgarten der Hauptfigur den peinlichen Höhepunkt markierte, ist in der Fortsetzung von dämlich-dümmlichen Blechkisten über Roboter- Genitalien bis zu einer zugekoksten Mami wirklich alles dabei, was man in einem Action-Film nicht sehen will. Dazu gesellen sich dümmliche Dialoge und eindimensionale Figuren, die einen als Zuschauer völlig kalt lassen.
Er läuft und läuft und läuft ... Hauptakteure sind erneut Shia La(ngweiler)Beouf alias Sam Witwicky, Megan Fox alias Mikaela und natürlich jede Menge guter und böser Blechkisten. Sam zieht es dieses Mal aufs College. Er lässt dafür seinen heißen Flitzer, Auto Bumblebee, und seinen heißen Feger, Mikaela, zu Hause. Blöderweise hat sich in seinem Lieblingsshirt, in dem er die Welt gerettet hat, ein Splitter des Allspark, des Würfels, hinter dem im ersten Film alle her waren, verfangen. Nach einer Berührung des Splitters wird Sam von seltsamen Visionen geplagt, die nur eines heißen können: Die bösen Decepticons sind noch lange nicht besiegt. Und natürlich gibt es einen neuen Ober-Ober-Bösewicht, nachdem Megatron in Teil 1 sozusagen abgetaucht ist.