Star Trek Filmplakat [Quelle: siehe Bildergalerie]
Star Trek ist tot, es lebe
Star Trek! Nach Captains Picards letztem Kinoeinsatz auf der Enterprise, der 2002 weit hinter den Erwartungen zurückblieb, und der Absetzung der
Star-Trek-Prequel-Serie
Enterprise 2005 glaubte keiner mehr so recht an den von Gene Roddenberry begründeten Science-Fiction-Mythos. Mit einem bekennenden Nicht-Trekkie auf dem Regiestuhl sollte der Reihe jedoch auf spektakuläre Weise neues Leben eingehaucht werden.
Neue Zeiten J.J. Abrams und seine Drehbuchautoren traten ein schweres Erbe an. Zehn Kinofilme, mehrere TV-Reihen und Millionen von Fans machten
Star Trek über Jahrzehnte zur heiligen Science-Fiction-Kuh. Unzählige Charaktere und Storylines waren bereits fest vorgegeben und hatten sich in den Köpfen der Trekkies eingebrannt. Dennoch wollte man einen Neuanfang wagen und die frühen Jahre von Kirk, Spock und Co. in den Mittelpunkt eines Kinofilms stellen. Mit einem ebenso simplen wie genialen Kniff, der es Abrams und seinen Kollegen erlaubte, allen "Ballast" frühere Serien und Filme über Bord zu werfen, gelang es, einen echten Neustart hinzulegen.
Bereits im Prolog des elften Star-Trek-Films werden die Weichen neu gestellt, sprich der Star-Trek-Kosmos zweigt auf eine parallele Zeitlinie ab. 25 Jahre, bevor James T. Kirk die Sternenflotten-Akademie besucht, taucht durch eine Raum-Zeit-Anomalie das romulanische Schiff Narada im Föderations-Gebiet auf und verwickelt die USS Kelvin in ein tödliches Gefecht. An Bord der Kelvin befinden sich auch Kirks Vater George und dessen hochschwangere Frau. Durch ein heldenhaftes Selbstmordmanöver rettet Kirk Senior 800 Besatzungsmitglieder, darunter seine Familie. James T. Kirk wächst fortan ohne Vater zu einem rebellischen Hitzkopf heran.