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Es ist ein regnerischer Tag in Vancouver an der Westküste Kanadas. Eiskalte Winde peitschen durch die Häuserschluchten. Nördlich der Stadt befindet sich eine Art hochmodernes Indianerlager mit einem Wohnwagen, Plastikplanen und viel Matsch: Ein Filmset. Hier wird die Horror-Comedy
Jennifer's Body mit Megan Fox gedreht.
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Im Inneren eines herrlich warmen und trockenen Filmstudios ist eine Bar nachgebaut. Man fühlt sich wie in der amerikanischen Provinz, komplett mit Billardtischen und Budweiser-Leuchtreklame. Die beiden Hauptdarstellerinnen, Megan Fox (
Transformers) und Amanda Seyfried (
Mamma Mia!) ziehen gelangweilt durch die abendliche Kneipe. Ab und zu wird die schöne Jennifer (Megan Fox) von verschwitzen Nerds angesprochen, die sie eiskalt abblitzen lässt. In echt wirkt Megan Fox viel kleiner, viel verwundbarer als auf der Leinwand. An ihrer Seite ist ihre beste Freundin Needy (Amanda Seyfried). Needy heißt "bedürftig" - und der Name ist Programm. Mit Rehaugen verfolgt sie jede souveräne Bewegung der von ihr so sehr bewunderten Überzicke Jennifer. Jennifer zischelt, ätzt und hetzt. Die Dialoge sind ebenso bissig und scharf wie das Girl. Kein Wunder, denn die Drehbuchautorin ist keine andere als Diablo Cody.
Schon immer Horrorfan
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Cody ist ein Rising Star unter den Drehbuchautoren. Ihr erster Film,
Juno (2007), gewann den Oscar für das beste Drehbuch, was sicherlich an ihren präzisen Dialogen und messerscharfen Wortspielen lag. Gleichzeitig hat sie die turbulente Gefühlswelt ihrer jugendlichen Heldin einfühlsam und subtil erfasst. Diablo Cody fing als Stripperin an, avancierte schnell zur Underground-Bloggerin und hat bis heute eine Kolumne in der beliebten amerikanischen Filmzeitschrift
Entertainment Weekly. Sie ist dafür bekannt, ihren Finger am Puls der Zeit zu haben. Entdeckt wurde sie von dem Produzenten Mason Novick und dem Regisseur Jason Reitman (
Juno), Sohn der
Ghostbusters-Legende Ivan Reitman.
Reitman Junior führte bei
Juno Regie, aber bei
Jennifer‘s Body überließ er seinen Platz jemand anderem: Karyn Kusama, bekannt geworden durch den Independent-Film
Girlfight (2000) und
Aeon Flux (2005). Auf die Frage, warum er diesmal nicht selbst Regie geführt habe, sagt Jason Reitman: "Der Gedanke ist mir gar nicht gekommen. Ich war viel zu sehr mit dem Drehbuch meines nächsten Films beschäftigt,
Up in the Air mit George Clooney. Karyn Kusama hat einen ähnlichen Background wie ich. Sie passt perfekt zu
Jennifer‘s Body." Aber warum ausgerechnet eine Horror-Komödie? "Ich war schon immer ein Horrorfan", erklärt Reitman. Eigentlich naheliegend, schließlich ist er am Set von
Ghostbusters groß geworden. "Horror und Komödie liegen nahe beieinander. Bei beiden geht es darum, eine spezielle Reaktion beim Publikum zu erzeugen. Ich fand beides immer toll. Und Diablo hat ein irre gutes Drehbuch geschrieben. Ich musste lachen und es hat mir Angst gemacht. Es nimmt Teenager ernst. Und es hat Herz. Ich finde, viele der Horrorfilme der Achtziger haben auch Herz."