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Hinter Kaifeck (Blu-ray-Kritik)
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| Blue-ray-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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31.10.2009 00:04 Uhr - Der Sechsfachmord im oberbayerischen Hinterkaifeck, einem Einödhof, der bereits kurze Zeit nach der Tat abgerissen wurde und dessen Ortsbezeichnung schon längst erloschen ist, gehört zu den mysteriösesten Mordfällen der deutschen Kriminalgeschichte. In der Nacht vom 31. März auf den 01. April 1922 wurde dort sechs Menschen der Schädel eingeschlagen, darunter auch zwei kleinen Kindern. Der Mörder konnte bis heute nicht ermittelt werden.
Die wahre Geschichte der Morde und viele der aufgeklärten Fakten dienten Regisseurin Esther Gronenborn als loser Hintergrund für den deutschen Mystery-Thriller Hinter Kaifeck. 80 Jahre nach den Morden gelangt Fotograf Marc zusammen mit seinem Sohn Tyll in das - im Film noch existierende - abgelegene Dorf. Die beiden quartieren sich im Gästehaus der jungen Juliana ein. Von Albträumen geplagt, kommt Marc den Kaifeck-Morden auf die Spur. Mit beklemmenden Bildern und einer sehr spannenden Anfangsstory zieht einen Hinter Kaifeck in seinen Bann. Im letzten Drittel wirkt die Auflösung der Ereignisse allerdings ziemlich aufgesetzt und unglaubwürdig. Eigentlich schade, denn bis dahin gelang Gronenborn ein würdiger deutscher Vertreter im Mystery-Thriller-Genre, bei dem auch die Besetzung zu überzeugen weiß. Im Bonusmaterial sticht nur ein Feature hervor. Kaifeck-Experte Peter Leuschner gibt Einblicke in die Ereignisse von damals, offenbart sichere Tatsachen und widerlegt einige Fakten. Fazit Ein spannender Mystery-Thriller mit sehr guten Ansätzen und solider Story, die am Ende allerdings zu aufgesetzt wirkt. Bild Die düstere, fahle Bildkomposition trägt zur Atmosphäre des Streifens bei, geht subjektiv aber zulasten der Details. Ton Effekte und Dynamik sind wohldosiert und unterstreichen den geheimnisvollen Mystery-Grundtenor. Ausstattung Solide: Neben Cast-&Crew-Interviews und Behind-the-Scenes-Material gibt es ein sehr interessantes Featurette zu den Kaifeck-Morden. (Thomas Raab) |
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