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Warten auf 2012: Katastrophenfilme in der Filmgeschichte
Besser, lauter, bunter, größer! In Hollywood galt schon immer die Devise "mehr ist mehr". Auf kaum ein Genre trifft das so sehr zu wie auf den Katastrophenfilm. Schon seit Anbeginn der Filmgeschichte dröhnt es auf den Leinwänden der Welt, Statisten sterben tausend Tode, Vulkane brüllen, Hochhäuser stürzen ein, die Erde geht unter - immer und immer wieder, mit Getöse und Bummbumm. Was fasziniert uns daran? Warum ziehen wir uns das rein? Haben wir nicht schon genug Sorgen? Fragen über Fragen. Keine Sorge: WIDESCREEN hat auf alles eine Antwort.
Um es gleich vorwegzunehmen: Filme und Desaster passen zusammen wie Topf und Deckel. Ohne Katastrophen gäbe es kein Kino, schließlich fing die Filmgeschichte bereits mit einem Knall an: Im Jahre 1864 kam der junge Chemiker Emil Nobel bei Experimenten mit Nitroglyzerin ums Leben. Daraufhin beschloss sein leidgeprüfter Bruder Alfred, die Tests von nun an auf einem Boot, das mitten in einem See vor Anker lag, durchzuführen. Er brauchte einen Sprengstoff, der leichter zu kontrollieren war als das bis dato gebräuchliche "Sprengöl". So wurde das Dynamit in die Welt gerufen, ein Geist, den man nun nicht mehr los wurde, die Erfindung des Verderbens, der Vorläufer aller Bomben. Und der Vater des Films.
Denn eines der Nebenprodukte des Dynamits war das Zelluloid, das in den folgenden Jahren in der Fotografie als zuverlässiges - wenn auch leicht brennbares - Speichermedium für Licht großen Anklang fand. 1889 meldete George Eastman ein Patent auf den ersten Zelluloid-Rollfilm an - ein zündender Einfall. Es ist kein Zufall, dass man noch heute davon spricht, dass Filme "wie Bomben" einschlagen.
Endlos reproduzierbar
So ging es gleich von Anfang an rund: 1916 ließ D.W. Griffith in seinem Stummfilm Intolerance (1916) das antike Babylon mit einem Aufgebot von acht Gipselefanten und sechzehntausend Statisten einstürzen, zum wonnigen Erschaudern des Publikums. Und knapp zwanzig Jahre später musste das berühmt-berüchtigte Erdbeben von San Francisco, das die Stadt 1906 in Schutt und Asche gelegt hatte, als Filmstoff herhalten. Das Werk hieß treffenderweise San Francisco, die Hauptrollen wurden von Clark Gable und Spencer Tracy gespielt. Der Film kam 1935 in die Kinos, übrigens demselben Jahr, in dem zwei kalifornische Seismologen die Richterskala erfanden, und seine endlos reproduzierbare Handlung sollte sich als überaus lukrativ herausstellen: eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer großen Naturkatastrophe, wobei der eigentliche Protagonist - die Katastrophe - erst im dritten Akt zum Zuge kommt. Eine illustre Schar von Filmstars tummelt sich auf einem Schiff, in einem Flugzeug oder in einem Hochhaus. Kurz darauf sinkt das Schiff, das Flugzeug stürzt ab, das Hochhaus wird von den Flammen verzehrt.
Und dann beginnt der fröhliche Überlebenskampf.
Denn eines der Nebenprodukte des Dynamits war das Zelluloid, das in den folgenden Jahren in der Fotografie als zuverlässiges - wenn auch leicht brennbares - Speichermedium für Licht großen Anklang fand. 1889 meldete George Eastman ein Patent auf den ersten Zelluloid-Rollfilm an - ein zündender Einfall. Es ist kein Zufall, dass man noch heute davon spricht, dass Filme "wie Bomben" einschlagen.
Endlos reproduzierbar
So ging es gleich von Anfang an rund: 1916 ließ D.W. Griffith in seinem Stummfilm Intolerance (1916) das antike Babylon mit einem Aufgebot von acht Gipselefanten und sechzehntausend Statisten einstürzen, zum wonnigen Erschaudern des Publikums. Und knapp zwanzig Jahre später musste das berühmt-berüchtigte Erdbeben von San Francisco, das die Stadt 1906 in Schutt und Asche gelegt hatte, als Filmstoff herhalten. Das Werk hieß treffenderweise San Francisco, die Hauptrollen wurden von Clark Gable und Spencer Tracy gespielt. Der Film kam 1935 in die Kinos, übrigens demselben Jahr, in dem zwei kalifornische Seismologen die Richterskala erfanden, und seine endlos reproduzierbare Handlung sollte sich als überaus lukrativ herausstellen: eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer großen Naturkatastrophe, wobei der eigentliche Protagonist - die Katastrophe - erst im dritten Akt zum Zuge kommt. Eine illustre Schar von Filmstars tummelt sich auf einem Schiff, in einem Flugzeug oder in einem Hochhaus. Kurz darauf sinkt das Schiff, das Flugzeug stürzt ab, das Hochhaus wird von den Flammen verzehrt.
Und dann beginnt der fröhliche Überlebenskampf.
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