20.10.2009 14:14 Uhr -
(500) Days of Summer Bild (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Das Genre der Romantischen Komödien bot in letzter Zeit nur wenig Neues. Hin und wieder gab es zwar kleine Ausreißer, die positiv aus der Masse herausstachen, aber meistens handelte es sich um vorhersehbare, nette 0815-Filmchen ohne Ecken und Kanten. Der erste abendfüllende Film von Marc Webb gehört allerdings nicht in diese Kategorie. Eigentlich muss man sich sogar die Frage stellen, ob
500 Days of Summer überhaupt eine Romantische Komödie ist.
(500) Days of Summer Bild (1) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Streifen dreht sich um Tom, einen unscheinbaren Durchschnittstypen, der im Grunde nie richtig glücklich ist. Doch dann trifft er die Liebe seines Lebens: Summer, die neue Assistentin seines Chefs. Summer geht mit der Auffassung durchs Leben, dass es die wahre Liebe nicht gibt und sie auch ohne Beziehungsverpflichtungen glücklich sein kann. Trotzdem lernen sich Tom und Summer besser kennen und es scheint mehr als Freundschaft zwischen den beiden zu entstehen. Wochen später ist Tom noch gebrochener und unglücklicher als vor seiner Begegnung mit Summer.
(500) Days of Summer Bild (3) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Marc Webb rollt die Geschichte zwischen Tom und Summer in Form von Erinnerungen Toms auf. Daher springt die Handlung in einem Zeitrahmen von 500 Tagen immer wieder vor und zurück. Der erste Kuss, die erste Unzufriedenheit, wunderschöne und bitterböse Momente stehen in direktem Kontrast, sorgen für Komik und Tristesse zur gleichen Zeit. Als Zuschauer wird man immer wieder von überraschenden Wendungen und einfallsreichen Inszenierungselementen überrumpelt.
Allerdings kann der Streifen nicht über seine ganze Laufzeit sein Niveau halten. Im Mittelteil wird die Handlung berechenbarer und droht in Herzschmerz-Routine zu versinken. Erst gegen Ende erreicht
500 Days of Summer wieder ein sensationelles Level und gipfelt in einem Happy End, das im Grunde auch wieder keines ist.
(Chris Knight)