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Californication - Die erste Season (DVD-Kritik)
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| DVD-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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17.10.2009 00:04 Uhr -
Es mag ein wenig eindimensional sein, die neue Fernsehserie des Akte-X-Stars David Duchovny schlicht als "Sex and the City für Männer" zu beschreiben, doch die konzeptionellen Ähnlichkeiten beider TV-Formate sind nicht von der Hand zu weisen. Man tausche die Romanautorin in New York auf der Suche nach Mr. Right gegen einen Romanautor in Los Angeles, der Mrs. Right zurückzugewinnen sucht. Die ordentliche Prise Erotik behalte man bei, gebe noch etwas mehr männliche Sichtweise hinzu, fertig ist Californication.
Der Titel, ein Wortspiel aus der englischen Vokabel für Unzucht und dem Schauplatz Kalifornien, ist dabei Programm: Nach dem einen großen Hit hat Schriftsteller Hank Moody (Duchovny) eine Schreibblockade. Während er sich ausgiebig seiner Sex-Sucht hingibt, sehnt sich Hank im Grunde nur nach einem idyllischen Familienleben mit seiner großen Liebe und ihrer gemeinsamen zwölfjährigen Tochter. Dabei stolpert der Frauenheld von einem Fettnapf zum nächsten - wobei die Fettnäpfe meist ebenso attraktive wie liebeshungrige Damen sind. Wie hieß es schon bei Tocotronic: "Über Sex kann man nur auf Englisch singen. Allzu leicht, könnt‘s im Deutschen peinlich klingen." Zwar meistert die deutsche Fassung dieses Problem insgesamt erfreulich gut und viele Lacher blieben erhalten. Doch so manch wortgewandte Frivolität wollte in der Übersetzung nicht recht gelingen, sodass Hank auf Deutsch teils weniger nonchalant wirkt. Wer die nötigen Sprachkenntnisse besitzt, sollte daher zur Originalfassung wechseln. Doch zum Glück geht es nicht immer nur um Sex. Auch kleinere Nebenszenen, z.B. wenn Hank einem Kino-Telefonierer gewaltsam Einhalt gebietet, machen Spaß und sorgen zusammen mit den vielen nachdenklichen Momenten für die richtigen Zwischentöne. Das Design der DVD-Box entspricht beinahe 1:1 der US-Version. Auch bei den Extras hat niemand einen Vorteil: Bei uns fehlen der Audiokommentar und die Biografie-Texttafeln, dafür gibt‘s mehrere kurze Interviews. Fazit Mal frivol, mal nachdenklich, immer unterhaltsam: Unerwartet erwachsene US-Fernsehproduktion. Bild Das ordentliche Fernsehbild kommt zeitgemäß in 16:9 daher und leistet sich keinerlei Aussetzer. Ton Klare Stimmwiedergabe mit einer trotz schwierigen Inhalts insgesamt recht gelungenen Synchronisation. Ausstattung Etwas dürftig: Lediglich kurze Interviews mit Serienschöpfer und Regisseur Tom Kapinos sowie den Darstellern (Englisch mit Untertiteln). Ebenfalls interessant: Serien-Geheimtipps auf DVD (Steve Buchta) |
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