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Zum Blu-ray-Start von X-Men Origins - Wolverine: Hugh Jackman im Interview [Update: Langfassung]
Im Interview spricht Heldendarsteller Hugh Jackman über das Heldenhafte an Wolverine, die Helden seiner Kindheit und immer wieder über seine persönliche Heldin.
Aufgrund der großen Nachfrage unserer User haben wir nun die ungekürzte Fassung des Interviews mit Wolverine-Darsteller Hugh Jackman für Sie online gestellt.
Für Ihren vierten Auftritt als Wolverine haben Sie mehr trainiert denn je. Körperlich sehen Sie noch fitter aus als in den anderen X-Men-Filmen. Was sagt denn Ihre Frau dazu?
Oh, ich denke, sie genießt das schon ein wenig. (lacht) Allerdings ist sie kein besonders großer Fan der Koteletten und hätte darauf gut verzichten können. Außerdem hat sie sich ein paar Sorgen gemacht, weil ich jeden Morgen um halb vier aufstehen und mir spezielle Mahlzeiten zubereiten musste. Das fand sie wohl etwas eigenartig.
Was ist das Besondere an Wolverine? Wieso wollten Sie zu der Figur zurückkehren?
Das Interessante ist, dass es hierbei weniger um den Kampf eines guten Typen gegen einen bösen Typen geht. Wolverine ist ein widerwilliger Held, der den Kampf Gut gegen Böse direkt in sich selbst trägt. Er ist halb Mensch, halb Tier und versucht einfach herauszufinden, wie er Anschluss an andere Menschen findet. Mal zurückgezogen, mal annähernd.
Das vorherrschende Thema ist dabei Bruderschaft. Victor Creed repräsentiert sozusagen ein Spiegelbild seiner selbst. Die Verwirklichung dessen, wovor er am meisten Angst hat: Eben jenes Tier zu werden. Destruktiv und unglücklich.
Also gibt es einige Grundmotive, die ablaufen, sowie auch die Frage, wie unsere Erinnerungen uns zu dem machen, der wir sind. Gesammelte Erfahrungen…
Wer waren Ihre Helden, als Sie ein Kind waren?
Ich hatte Olivia Newton-John an meiner Wand hängen. Also, nicht dass ich wie sie sein wollte! (lacht) Aber ich wollte gern mit ihr ausgehen.
Ich mochte John Travolta sehr. Ich fand ihn wirklich cool. Und er war in dieser Fernsehshow Welcome back, Kotter, die ich geliebt habe. Außerdem Indiana Jones, Mel Gibson in Mad Max, Dirty Harry ... ich finde, irgendwie ist Wolverine als zögerlicher Held ihnen ähnlich.
Wie schätzen Sie die Bedeutung von Regisseur Gavin Hood für den Film ein? Im Vorfeld des Hulk-Films von Louis Leterrier gab es Gerüchte, dass Edward Norton die Produktion vereinnahme und alles bestimmen wollte. Bei X-Men Origins: Wolverine sind Sie Hauptdarsteller und Produzent. Welche Rolle spielt da also Mr. Hood überhaupt noch? Wie wichtig war er, waren Sie für den Film?
Zunächst einmal war ich entscheidend daran beteiligt, Gavin auszuwählen. Aber ich glaube sehr fest an die Rolle des Regisseurs. Wenn man erst einmal einen Regisseur engagiert hat, dann ist es sein Film. Ganz ehrlich. Es ist seine Vision, die er jeden Tag durchsetzen muss. Über die Geschichte mit Ed (Edward Norton, Anm. d. Red.) weiß ich nichts. Aber er ist auch Regisseur, also kann ich mir vorstellen, dass es da Konflikte gibt. Ich bin kein Regisseur und will es auch niemals werden. Ich bin einfach nicht entschlussfreudig genug dafür. Aber Gavin ist sehr diszipliniert und hat eine sehr starke Vorstellungskraft. Er war sehr stark und forderte mich auch. Einer der Gründe, warum ich ihn für den Job wollte, war, dass er keine Angst davor hat, mich anzuleiten.
Gab es am Set also auch ein paar Auseinandersetzungen?
Selbstverständlich, ja! Es gibt keinen Film, bei dem das nicht der Fall wäre. Es gibt immer Debatten mit den Produzenten und dem Studio. Es ist das Geld des Studios, also haben sie sich eine Menge Meinung eingekauft. Die X-Men-Filme beinhalteten - wahrscheinlich noch viel stärker als bei allen anderen Filmen, die ich gemacht habe - immer viele verschiedene Meinungen, einfach weil es so viele Richtungen gibt, in die man gehen könnte. Es ist schon schwierig, den richtigen Ton für einen Film zu finden, der Fans und Nicht-Fans, Männer und Frauen, Alt und Jung gleichermaßen anspricht. Und genau das ist das Ziel.
Weiter auf der nächsten Artikelseite...
Bildergalerie: Hugh Jackman
Für Ihren vierten Auftritt als Wolverine haben Sie mehr trainiert denn je. Körperlich sehen Sie noch fitter aus als in den anderen X-Men-Filmen. Was sagt denn Ihre Frau dazu?
Oh, ich denke, sie genießt das schon ein wenig. (lacht) Allerdings ist sie kein besonders großer Fan der Koteletten und hätte darauf gut verzichten können. Außerdem hat sie sich ein paar Sorgen gemacht, weil ich jeden Morgen um halb vier aufstehen und mir spezielle Mahlzeiten zubereiten musste. Das fand sie wohl etwas eigenartig.
Was ist das Besondere an Wolverine? Wieso wollten Sie zu der Figur zurückkehren?
Das Interessante ist, dass es hierbei weniger um den Kampf eines guten Typen gegen einen bösen Typen geht. Wolverine ist ein widerwilliger Held, der den Kampf Gut gegen Böse direkt in sich selbst trägt. Er ist halb Mensch, halb Tier und versucht einfach herauszufinden, wie er Anschluss an andere Menschen findet. Mal zurückgezogen, mal annähernd.
Das vorherrschende Thema ist dabei Bruderschaft. Victor Creed repräsentiert sozusagen ein Spiegelbild seiner selbst. Die Verwirklichung dessen, wovor er am meisten Angst hat: Eben jenes Tier zu werden. Destruktiv und unglücklich.
Also gibt es einige Grundmotive, die ablaufen, sowie auch die Frage, wie unsere Erinnerungen uns zu dem machen, der wir sind. Gesammelte Erfahrungen…
Wer waren Ihre Helden, als Sie ein Kind waren?
Ich hatte Olivia Newton-John an meiner Wand hängen. Also, nicht dass ich wie sie sein wollte! (lacht) Aber ich wollte gern mit ihr ausgehen.
Ich mochte John Travolta sehr. Ich fand ihn wirklich cool. Und er war in dieser Fernsehshow Welcome back, Kotter, die ich geliebt habe. Außerdem Indiana Jones, Mel Gibson in Mad Max, Dirty Harry ... ich finde, irgendwie ist Wolverine als zögerlicher Held ihnen ähnlich.
Wie schätzen Sie die Bedeutung von Regisseur Gavin Hood für den Film ein? Im Vorfeld des Hulk-Films von Louis Leterrier gab es Gerüchte, dass Edward Norton die Produktion vereinnahme und alles bestimmen wollte. Bei X-Men Origins: Wolverine sind Sie Hauptdarsteller und Produzent. Welche Rolle spielt da also Mr. Hood überhaupt noch? Wie wichtig war er, waren Sie für den Film?
Zunächst einmal war ich entscheidend daran beteiligt, Gavin auszuwählen. Aber ich glaube sehr fest an die Rolle des Regisseurs. Wenn man erst einmal einen Regisseur engagiert hat, dann ist es sein Film. Ganz ehrlich. Es ist seine Vision, die er jeden Tag durchsetzen muss. Über die Geschichte mit Ed (Edward Norton, Anm. d. Red.) weiß ich nichts. Aber er ist auch Regisseur, also kann ich mir vorstellen, dass es da Konflikte gibt. Ich bin kein Regisseur und will es auch niemals werden. Ich bin einfach nicht entschlussfreudig genug dafür. Aber Gavin ist sehr diszipliniert und hat eine sehr starke Vorstellungskraft. Er war sehr stark und forderte mich auch. Einer der Gründe, warum ich ihn für den Job wollte, war, dass er keine Angst davor hat, mich anzuleiten.
Gab es am Set also auch ein paar Auseinandersetzungen?
Selbstverständlich, ja! Es gibt keinen Film, bei dem das nicht der Fall wäre. Es gibt immer Debatten mit den Produzenten und dem Studio. Es ist das Geld des Studios, also haben sie sich eine Menge Meinung eingekauft. Die X-Men-Filme beinhalteten - wahrscheinlich noch viel stärker als bei allen anderen Filmen, die ich gemacht habe - immer viele verschiedene Meinungen, einfach weil es so viele Richtungen gibt, in die man gehen könnte. Es ist schon schwierig, den richtigen Ton für einen Film zu finden, der Fans und Nicht-Fans, Männer und Frauen, Alt und Jung gleichermaßen anspricht. Und genau das ist das Ziel.
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