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Crank 2: High Voltage (DVD-Kritik)
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| DVD-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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10.10.2009 00:03 Uhr -
Hand aufs Herz, hätten Sie gedacht, dass Chev Chelios den Sturz aus dem Helikopter am Ende von Teil eins überlebt? Nicht wirklich, oder? Es ist aber so. Nach seinem Fall aus luftigen Höhen ist auch gleich die Chinesen-Mafia vor Ort und kratzt den nach geschätzten 1000 Höhenmetern erstaunlich intakten Chev von der Straße.
Seinen "Rettern" kommt es dabei besonders auf innere Werte an, weswegen sie auch unverzüglich damit anfangen an ihm herumzuschnipseln und das Herz des harten Helden zur Transplantation freigeben. Chev wird dafür eine billige Plastikpumpe eingesetzt, deren Akku scheinbar auch Made in China ist. Als die Schlitzer auch noch an Chevs bestes Stück wollen, reicht es dem innerhalb von drei Monaten fast vollständig Genesenen. Er zieht seinen Bewachern einen blutigen Scheitel und sucht das Weite, aber vor allem sein Herz. Da sein Ersatzorgan allerdings immer nur für wenige Stunden volle Power zulässt, muss Chev ständig nachladen. Das funktioniert am besten mit Autobatterien, Starkstrom oder ... Sex. Vielleicht ist der Schreiber dieser Zeilen ja einfach zu alt für diesen Scheiß, aber was Mark Neveldine und Brian Taylor hier verzapft haben lässt sich am besten als asozialer Mist bezeichnen. Die Story ist so hohl, dass es schon weh tut. Die hyper-coole Inszenierung könnte selbst bei gesunden Menschen Epilepsie-Anfälle verursachen. Am schlimmsten sind jedoch die menschen- und vor allem frauenverachtenden Tendenzen im Film, die man selbst als ironische Überzeichnungen nur noch schwer gutheißen kann. Frauen sind keine menschlichen Wesen sondern Bitches. Die abstruse Gewaltdarstellung wirkt im Vergleich dazu noch harmlos. Was als comicartiger und überdrehter Spaß im ersten Teil noch recht gut funktionierte, wurde in Crank 2 völlig überzogen und überstrapaziert. Völlig auf die Action reduziert mag der Streifen ja noch halbwegs unterhaltsam sein. Bei der von uns getesteten Verleihversion muss man auf Extras vollständig verzichten. Boni haben nur die Kaufversionen zu bieten. Die technischen Aspekte von Crank 2 sind im Grunde noch das Beste am Film. Fazit Ein irrsinniger Action-Mist in hyper-coolem Video-Ästhetik-Look mit einer völlig hohlen Story. Bild Die wilde Schnitt- und Ästhetik-Orgie lässt kleinere Mängel wie Kontrastprobleme kaum erkennen. Ton Überdrehter Action-Krawall, der es im Heimkino krachen lässt. Objektiv gesehen das Beste am ganzen Film. Austattung Die Verleihversion enthält keine Extras. Umfangreiches Bonusmaterial bieten Blu-ray und Special Edition. (Thomas Raab) |
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