Ghostbusters in der WIDESCREEN-Vision-Filmgeschichte, Folge 13
08.10.2009 13:23 Uhr -
Sigourney Weaver als rattenscharfe Besessene [Quelle: siehe Bildergalerie]
"Who you gonna call? Ghostbusters!” Zugleich Werbespot aus und für den Film, entwickelte sich dieser Spruch aus der Gruselkomödie Ghostbusters, nachdem diese am 8. Juni 1984 in den US-Kinos gestartet war, zum absoluten Ohrwurm. Die slapstickartige Sci-Fi-Parodie handelt von drei arbeitslosen Parapsychologen, die in New York eine Firma für Geisteraustreibung gründen. Nachdem sie sich eine Weile mit dem Einfangen von Poltergeistern über Wasser gehalten haben, schlägt ihre große Stunde, als sich ein Tor zu einer anderen Dimension öffnet und etwas Urböses den Big Apple zu vernichten droht.
Die Geisterjäger in Action gegen Gozer [Quelle: siehe Bildergalerie]
Ghostbusters erwies sich als einer der ganz großen Renner des Jahres 1984. Er war in den USA der erfolgreichste Film des Jahres und verwies Beverly Hills Cop und Indiana Jones und der Tempel des Todes auf die Plätze 2 und 3. Das Filmlied von Ray Parker Jr. wurde ein Hit und war drei Wochen lang die Nummer 1 der US-Charts. Während der Film schon einige Wochen lief, ließ Regisseur Ivan Reitman, um das Interesse wach zu halten, den Ghostbuster-Werbespot als Trailer laufen, mit einer Telefonnummer, die man tatsächlich anrufen konnte. Sechs Wochen lang gingen unter dieser Nummer stündlich an die tausend Anrufe ein.
Der Marshmallow-Mann als Vernichter [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Mega-Erfolg der 30-Millionen-Dollar-Produktion kam durchaus überraschend, war doch einiges im Zuge des Projekts schief gegangen. So hatten die Drehbuchschreiber Dan Aykroyd und Harold Ramis für mehrere wichtige Figuren ursprünglich andere Darsteller im Kopf gehabt. Zum Beispiel hatte Aykroyd Bill Murrays Rolle für seinen Spezi John Belushi geschrieben, der jedoch 1982 verstarb. Den Part des Louis Tully (dann gespielt von Rick Moranis) sollte John Candy spielen, der aber absagte, wie Eddie Murphy, der ursprünglich den Farbigen Winston übernehmen sollte (Ernie Hudson sprang ein). Der Drehplan für den Juni-Start war zudem zeitlich so eng gestrickt, dass einige der Spezialeffekte nicht fertig wurden und unter anderem Fehler wie herumhängende Seile im Film auftauchten. Zur Überraschung der Macher war den Zuschauern das egal. Weltweit strömten sie scharenweise in die Kinos und spülten über 290 Mio. US-Dollar in die Kassen der Produzenten. Eine TV-Zeichentrickserie (1986-1991) und ein zweiter Kinofilm (1989) folgten.