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Cadillac Records (DVD-Kritik)
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| DVD-Kritik | |||||||||||||||||||||||||||||
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03.10.2009 00:03 Uhr -
Ein gewisser Leonard Chess, ein Weißer aus Chicaco, und McKinley Morganfield, ein Schwarzer aus Rolling Fork, Mississippi, sollten Musikgeschichte schreiben. Als die beiden 1947 aufeinandertreffen, betreibt Chess einen Club. Morganfield tingelt mit seiner Gitarre und einem noch nie dagewesenen Stil, die Saiten seines Instruments zu bearbeiten, durch die Straßen Chicagos. Als Muddy Waters wird er Jahre später den modernen Blues erfinden und ganze Generationen schwarzer, aber auch weißer Musiker beeinflussen. Seine Platten erscheinen bei Chess Records, dem Label, das Leonard Chess begründen wird.
Cadillac Records erzählt die Geschichte des modernen Blues, Jazz und Rock 'n' Rolls. Chess Records haben wir heute einige der bekanntesten Hits und größten Künstler der Sechzigerjahre zu verdanken. Legenden wie Chuck Berry oder Etta James wurden durch Chess zu Superstars. Regisseurin Darnell Martin nahm sich dieses ganz besonderen Stücks (Musik-)Geschichte an und schuf in Zusammenarbeit mit einer großartigen Besetzung einen energiegeladenen und mitreißenden Film. Darnells Regiearbeit besticht aber nicht nur wegen ihrer Musik, sondern vor allem auch durch ihre gut erzählte Geschichte. Sie porträtiert die Musiker, schildert ihr Verhältnis zu Chess, ihre Erfolge und Euphorie, aber auch ihre zum Teil tiefen Abstürze. Im Kino fand der Streifen kaum Beachtung. Das sollte sich mit dem DVD-Release ändern. Neben dem hervorragenden Film, der allerdings ein gewisses musikalisches Interesse voraussetzt, wartet der Silberling noch mit einigen Extras auf. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die beiden Dokumentationen, die sich mit der Entstehung, den Hintergründen und den Dreharbeiten des Films sowie dem sensationellen Produktionsdesign des Streifens befassen. Auch technisch kann Cadillac Records sein Publikum mehr als begeistern. Fazit Musikalisch wie filmisch ein Hit: Sehenswerter Rückblick auf die Wiege des Rock 'n' Roll. Bild Warme, erdige Töne lassen den Flair der 50er Jahre aufleben. Sehr detailliert, prägnant und lebendig. Ton Da steckt der Blues im absolut positiven Sinn drin: geile Songs, starker Soundtrack und eine gelungene Atmosphäre. Ausstattung Audiokommentar der Regisseurin, fünf entfallene Szenen (ca. 5,5 Min.) und zwei Dokus zur Entstehung und zum Design des Films (ca. 25 bzw. 15 Min.) (Thomas Raab) |
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