Wie das Leben so spielt Bild (3) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Regisseur und Produzent Judd Apatow (Superbad, Beim ersten Mal) avancierte binnen kürzester Zeit zu Hollywoods neuem Comedy-Papst. Mit seinem aktuellen Film präsentiert sich der Bad-Taste-Experte allerdings erstaunlich ernst: Adam Sandler spielt den Star-Komiker George Simmons, der im Angesicht einer tödlichen Krankheit beginnt, sein Privatleben zu ordnen. Seine Bemühungen um verprellte Exgeliebte und vernachlässigte Freundschaften kontrastieren deutlich mit seinen Verpflichtungen als Stand-up-Comedian - während er zu Hause versucht, zwischenmenschliche Bindungen aufzubauen, muss er bei öffentlichen Auftritten weiterhin die allzeit coole Gag-Maschine markieren.
Wie das Leben so spielt Bild (25) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Diese nachdenklichen Reflexionen über das Dasein als Berufswitzbolds überstrapazieren leider das Bild des weinenden Clowns viel zu penetrant. Apatow hatte sicherlich bei diesem Film ehrenhafte Absichten, doch das Ergebnis ist schlichtweg öde. Für deutsche Zuschauer kommt erschwerend hinzu, dass die zahlreichen Stand-up-Comedy-Szenen weitgehend nur im US-Original lustig sind (und selbst da sind sie auf Dauer anstrengend). Wer hier also einen Film im Stil von Apatows bisherigen Hit-Komödien erwartet, liegt gänzlich falsch. Wie das Leben so spielt ist eine melancholische Dramödie, die viel sagen will, aber irgendwie das Ziel verfehlt. Schade. Wir lieben Apatow trotzdem.
(Dörte Langwald)
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