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Beim Leben meiner Schwester (Review/Filmkritik)

Action:
Humor:
Spannung:
Erotik:
Anspruch:
Film-Wertung:

Filmkritik
24.08.2009 10:26 Uhr -
Beim Leben meiner Schwester Bild (3) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Anna Fitzgerald ist ein Kind aus der Retorte - geboren, um ihrer älteren, an Leukämie erkrankten Schwester Kate mittels Blut- und Rückenmarkspenden das Leben zu verlängern. Da sich das ganze Leben der Fitzgeralds nur um Kate und deren schwere Krebserkrankung dreht, erschüttert es die Familie umso mehr, als Anna eines Tages im Alter von elf Jahren einen Anwalt aufsucht und diesen bittet, ihre Eltern zu verklagen. Denn Anna will nicht mehr länger als Ausschlachtungsobjekt leben, sondern jetzt, wo die Spende einer ihrer Nieren für Kate notwendig wird, selbst über ihren Körper bestimmen.

Beim Leben meiner Schwester Bild (5) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Während ihr Vater Brian ein gewisses Verständnis für den Wunsch seiner Kleinen aufbringt, sich keiner schmerzhaften Operation mehr unterziehen zu müssen, ist Mutter Sara umso mehr geschockt. Sie mag nicht glauben, dass Anna Kate einfach sterben lassen will - denn das wäre ohne Nierentransplantation die unweigerliche Folge. Doch wie sich zeigt, steckt hinter Annas Klage mehr als der reine Wunsch nach Selbstbestimmung.
Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Jodi Picoult erzählt Beim Leben meiner Schwester von der schwierigen Gratwanderung zwischen zwei Wegen, von denen keiner wirklich befriedigen kann. Darf man ein Kind zu schmerzhaften Eingriffen an seinem Körper zwingen, wenn es darum geht, einem anderen Kind das Leben zu erhalten? Heiligt der Zweck die Mittel?



Beim Leben meiner Schwester Bild (7) [Quelle: siehe Bildergalerie]
In zahlreichen Rückblenden erzählt der Film von der Beziehung der Familienmitglieder aus verschiedener Sicht, speziell die der beiden Schwestern untereinander, und offenbart dabei ein zwar liebevolles, zugleich aber durch Kates Krankheit schwer belastetes Miteinander. Diese Rückblenden sind es jedoch auch, die den Film streckenweise reichlich zerstückeln. Zudem bleiben einige Sequenzen, allem voran die Filmmusik, nichtfrei von Kitsch, was aber bei einem Thema wie Krebs, zumal wenn es ein Kind betrifft, entschuldbar ist.
Mit seinem gegenüber der Buchvorlage (richtigerweise) veränderten Ende kein Film, der Fragen endgültig beantworten will. Auf alle Fälle aber einer, bei dem man sich der einen oder anderen Träne nicht zu schämen braucht.

(Chris Knight)



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