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1 1/2 Ritter: Rick Kavanian im Interview
19.08.2009 08:32 Uhr -
Wie war es im Mittelalter?
Schön war's. Was mir als Erstes bei dieser Frage einfällt, ist Sachsen-Anhalt. Ich war so platt von dieser Gegend ... Eine Sache muss ich erzählen: Star Wars kennt jeder. Bei 1 ½ Ritter gibt es eine Figur mit dem Namen Walter Sattler, so eine Art Pendent zu Robin Hood. Im Drehbuch stand an einer Stelle: "Sattlers Lager, ähnlich wie bei Star Wars, Sanddüne, ein bisschen Höhle und im Hintergrund Wald". Ich habe mir gedacht: "Super Idee. Wie soll man das denn hinbekommen?" Aber in Sachsen-Anhalt fanden wir einen realen Drehort. Ich werde nie vergessen, wie wir das gedreht haben. Wir sind an den Set gekommen und da war ein lichter Wald, dann habe ich die Höhle gesehen und ich dachte nur: "Wow, wie cool, die Set-Ausstattung hat ganze Arbeit geleistet und sie haben auch gleich noch den Sand hingeschüttet." Das war fantastisch, aber real. Es gibt in Sachsen-Anhalt also Landschaften wie in Star Wars.
George Lucas hat also in Sachsen-Anhalt gedreht ...
Er ist eigentlich ein Sachse [lacht]. Es war der Hammer. Ich war echt beeindruckt. Wir haben auch an der Teufelsmauer gedreht. Es gibt dort so tolle Landschaften. Ich hatte mit meiner Rolle eine so schöne Zeit in Sachsen-Anhalt.
Du scheinst ein echter Mittelalter-Fan zu sein. In (T)Raumschiff gab es auch schon eine Mittelalter-Sequenz ...
Ich mag das irgendwie schon. Das fängt bei den Kostümen an. Viele haben ja immer diese Vorurteile, dass solche Kostüme so unbequem wären. Das stimmt gar nicht. Lediglich die Schnürung der langen Stiefel war bei mir etwas aufwendig, aber sonst ... Wenn man Leute hat, die einem dabei helfen, geht das ganz gut.
In 1 ½ Ritter spielst du den Türken Erdal. Gab es Berührungsängste, was die Darstellung bzw. die Verballhornung der Kultur oder Sprache anging?
Türke ist mir für diese Zeit im Grunde zu ungenau. Ich bezeichne ihn gerne als Groß-Osmane oder Orientalen im weitesten Sinne. Wir verballhornen im Film gar nichts. Ich nehme die Figur sehr ernst und habe sie auch sehr ernst gespielt, obgleich natürlich viele komische Elemente dabei waren. Ich hoffe, dass diejenigen, die den Film sehen und aus der Gegend kommen, sagen: "Ja, das ist einer von uns."
War es schwierig für Til, neben dir in Sachen Comedy zu bestehen?
Nein, gar nicht. Die Rollen waren ja sehr verschieden angelegt. Und was ich Til sehr hoch anrechne, ist, dass er mir Dinge überlässt, von denen er überzeugt ist, dass ich sie besser kann. Wenn ich in einer Szene für die Comedy gut bin, dann überlässt mir das Feld.
Interview: Thomas Raab
Schön war's. Was mir als Erstes bei dieser Frage einfällt, ist Sachsen-Anhalt. Ich war so platt von dieser Gegend ... Eine Sache muss ich erzählen: Star Wars kennt jeder. Bei 1 ½ Ritter gibt es eine Figur mit dem Namen Walter Sattler, so eine Art Pendent zu Robin Hood. Im Drehbuch stand an einer Stelle: "Sattlers Lager, ähnlich wie bei Star Wars, Sanddüne, ein bisschen Höhle und im Hintergrund Wald". Ich habe mir gedacht: "Super Idee. Wie soll man das denn hinbekommen?" Aber in Sachsen-Anhalt fanden wir einen realen Drehort. Ich werde nie vergessen, wie wir das gedreht haben. Wir sind an den Set gekommen und da war ein lichter Wald, dann habe ich die Höhle gesehen und ich dachte nur: "Wow, wie cool, die Set-Ausstattung hat ganze Arbeit geleistet und sie haben auch gleich noch den Sand hingeschüttet." Das war fantastisch, aber real. Es gibt in Sachsen-Anhalt also Landschaften wie in Star Wars.
George Lucas hat also in Sachsen-Anhalt gedreht ...
Er ist eigentlich ein Sachse [lacht]. Es war der Hammer. Ich war echt beeindruckt. Wir haben auch an der Teufelsmauer gedreht. Es gibt dort so tolle Landschaften. Ich hatte mit meiner Rolle eine so schöne Zeit in Sachsen-Anhalt.
Du scheinst ein echter Mittelalter-Fan zu sein. In (T)Raumschiff gab es auch schon eine Mittelalter-Sequenz ...
Ich mag das irgendwie schon. Das fängt bei den Kostümen an. Viele haben ja immer diese Vorurteile, dass solche Kostüme so unbequem wären. Das stimmt gar nicht. Lediglich die Schnürung der langen Stiefel war bei mir etwas aufwendig, aber sonst ... Wenn man Leute hat, die einem dabei helfen, geht das ganz gut.
In 1 ½ Ritter spielst du den Türken Erdal. Gab es Berührungsängste, was die Darstellung bzw. die Verballhornung der Kultur oder Sprache anging?
Türke ist mir für diese Zeit im Grunde zu ungenau. Ich bezeichne ihn gerne als Groß-Osmane oder Orientalen im weitesten Sinne. Wir verballhornen im Film gar nichts. Ich nehme die Figur sehr ernst und habe sie auch sehr ernst gespielt, obgleich natürlich viele komische Elemente dabei waren. Ich hoffe, dass diejenigen, die den Film sehen und aus der Gegend kommen, sagen: "Ja, das ist einer von uns."
War es schwierig für Til, neben dir in Sachen Comedy zu bestehen?
Nein, gar nicht. Die Rollen waren ja sehr verschieden angelegt. Und was ich Til sehr hoch anrechne, ist, dass er mir Dinge überlässt, von denen er überzeugt ist, dass ich sie besser kann. Wenn ich in einer Szene für die Comedy gut bin, dann überlässt mir das Feld.
Interview: Thomas Raab
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