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Der Ja-Sager
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10.08.2009 12:30 Uhr -
Kennen Sie auch diese miesepetrigen Pessimisten, die kaum Spaß am Leben haben und zu allem und jedem lieber erst einmal "Nein" sagen? Genau diese Leute sollten sich einmal ein Beispiel an dem britischen Komiker und Autor Danny Wallace nehmen. Vor einigen Jahren nahm sich dieser nämlich vor ein halbes Jahr lang ein echter "Ja-Sager" zu werden, sprich allen Entscheidungen im Leben mit einem "Ja" auf den Lippen entgegenzutreten. Seine Erfahrungen hielt er in dem Roman "Yes Man" fest, auf den auch Hollywood aufmerksam wurde. Mit Jim Carrey in der Hauptrolle, wurde das Buch im letzten Jahr für die Leinwand adaptiert.
Mut zum Ja Carrey spielt darin den Bankangestellten Carl, ein Griesgram wie er im Buche steht. Mit seiner miesen Laune verspielt er nach und nach Freundin, Freunde, beinahe seinen Job und das letzte bisschen Selbstachtung. Ein alter Kumpel schleppt Carl schließlich in das Psycho-Seminar des selbsternannten "Ja-Gurus" Terrence Bundley. Er verdonnert den notorischen Nein-Sager Carl zur seelischen Kehrtwendung: Fortan soll er jede Frage und jedes Angebot in seinem Leben mit "Ja" beantworten! Zunächst wiederwillig, aber auch neugierig lässt sich Carl auf das Experiment ein. Und siehe da: Seine neue positive Einstellung im Leben beschert ihm die Bekanntschaft der süßen Sängerin Allison und ungeahnte Erfolge in seinem bisher drögen Job. Trotz aller Widrigkeiten, die so manches "Ja" mit sich bringt, scheint es für Carl nur noch bergauf zu gehen. Doch der tiefe Fall lässt nicht lange auf sich warten. Gute Unterhaltung An Jim Carrey scheiden sich die Geister. Einige können mit dem hyperaktiven Energiebündel und seinen schrägen Klamauk-Komödien gar nichts anfangen. Gleichzeitig müssen aber auch Carrey-Gegner ihm zugestehen in Streifen wie Truman Show oder Vergiss mein nicht! absolute Glanzleistungen abgeliefert zu haben. Der Ja-Sager liegt irgendwo dazwischen. Viele Situationen im Film sind klar auf Lacher abzielend konstruiert. Dennoch wird nicht hemmungslos gekalauert. Die Story besitzt eine kleine Priese Tiefgang und eine durchwegs positive Botschaft. So gesehen dürfen Sie sich auf eine humorvolle Ode ans Leben und die Lust an selbigem freuen. Welchen Spaß Jim Carrey bei den Dreharbeiten hatte und damit auch die Filmcrew unterhielt, machen die knappen Extras der DVD deutlich. Besonderes interessant dabei erweist sich das Featurette zu den Stunts, die Carrey zum größten Teil selbst übernahm. Hinter den "Nicht verwendeten Szenen" verstecken sich übrigens knapp fünf Minuten Outtakes. Weitere Extras drehen sich um die Band von Allison, gespielt von Zooey Deschanel. Dafür wurden zum Teil aber nur Filmszenen noch einmal aufgewärmt. Fazit Kein überzogener Klamauk, sondern eine sympathische und unterhaltsame Jim-Carrey-Komödie mit witziger Story. Bild Bereits das Menü machte einen eher unprägnanten Eindruck. Der Film überzeugte qualitativ aber letztlich, auch wenn die Detailschärfe nicht die Beste war. Ton Trotz des flotten Komödien-Tempos hält sich der Sound insgesamt etwas zurück und überlässt dem Frontbereich die Hauptarbeit. Extras Recht witzige Outtakes und Features zur Arbeit Jim Carreys am Set. Das Featurette und die Videos zur Band aus dem Film fielen nett aus, sind aber recht sinnlos. (Thomas Raab) |
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