25.05.2009 10:10 Uhr -
Muskeln ohne Ende, aber unfähig, den Haushalt zu organisieren. Wäre Schwarzenegger nicht Politiker geworden, er hätte vermutlich den Hauptpart in diesem Film übernommen. Statt seiner durfte dafür John Cena (mit Arnie-Figur und -Frisur) in die Rolle des Cops Danny Fisher schlüpfen und sich (in Arnie-Manier) durch New Orleans kämpfen. Denn ein Jahr nachdem Fisher den Unfalltod der Geliebten des durchtriebenen Ganoven Miles Jackson verschuldet hat, zwingt der Hightech-Verbrecher den Polizisten zu einer knallharten Schnitzeljagd.
Dazu hat Jackson Fishers Freundin Molly entführt und stellt den Cop nun vor zwölf Aufgaben, die es zu lösen gilt, bevor Bomben hochgehen und die blonde Schöne und andere Unschuldige sterben. Für das Kraftpaket Fisher ein Kampf gegen die Zeit.
Action satt ganz im Stile seines Stirb langsam 2 bietet Regisseur Renny Harlin (Cliffhanger, Driven) auch mit seinem neuesten Werk. Über zwölf Runden schickt er seinen Helden ins Gefecht und lässt es dabei ordentlich krachen.
Wenn Fahrstühle in die Tiefe zu rasen und Straßenbahnen sich selbstständig zu machen drohen, braucht es einen beherzt und ohne Rücksicht auf Verluste zupackenden Muckibudenhelden wie US-Wrestlingstar Cena, um ein ums andere Mal ein Desaster zu verhindern. Mehr als wilde Stunts und reichlich Krawumm darf man jedoch von diesem Streifen nicht erwarten - die Handlung ist nur Mittel zum Zweck. Fans von Filmen wie True Lies und Eraser dürften somit voll auf ihre Kosten kommen, wer Schwarzeneggers Umsatteln auf Gouverneur jedoch schon immer als Bereicherung des Kinos betrachtet hat, wird sich hier in längst vergangen geglaubte Zeiten zurückversetzt sehen.
(Chris Knight)