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Knowing - Review/Filmkritik

Action:
Humor:
Spannung:
Erotik:
Anspruch:
Film-Wertung:

Filmkritik
06.04.2009 11:13 Uhr -
Knowing: Bild (1)

Höchste Zeit für Nicolas Cage, dass er mal wieder einen richtig guten Film vorlegt. Der einstige Vorzeige-Action-Recke spielte zuletzt vorwiegend in lahmen Streifen à la Next und Bangkok Dangerous mit. Kann er nun mit Knowing an seine großen Erfolge wie The Rock und Con Air anknüpfen?

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Formulieren wir es mal diplomatisch: Der Film ist das Interessanteste, was Cage seit Langem dargeboten hat. Allerdings handelt es sich nicht um einen straighten Action-Kracher, sondern um einen etwas bizarren, aber durchaus originellen Mix aus Mystery-Thriller, Drama und Science-Fiction. Cage spielt den verwitweten Astrophysiker John, dessen Söhnchen eines Tages einen merkwürdigen Brief aus der Schule mitbringt. Das Schriftstück wurde vor 50 Jahren von einem kleinen Mädchen verfasst und ist über und über mit Zahlen bekritzelt; ein geheimer Code etwa? John studiert die rätselhaften Nummern und findet heraus: Die Ziffern offenbaren die exakten Daten von globalen Katastrophen - und das nächste Unglück wird schon für den nächsten Tag vorausgesagt!



Knowing: Bild (11)
Fortan setzt John alles daran, die prophezeiten Katastrophen zu verhindern, was dem Film einige eindrucksvolle Actionszenen beschert. Die Handlung schlägt dann aber einen unerwarteten Haken: Johns Sohn wird plötzlich bei Nacht von unheimlichen Männern besucht, die ihm apokalyptische Visionen zeigen. Wer sind die Typen und was haben sie in diesem Film verloren? Die Story navigiert an dieser Stelle etwas unentschlossen vor sich hin, als könne sie sich nicht entscheiden, welchem Genre sie nun angehören möchte. Hatte der Streifen zunächst als Mysterienspiel begonnen und war zwischenzeitlich in die Action-Sparte gewechselt, so zeigt er plötzlich Horror-Anwandlungen, die bald darauf in einem futuristischen Endzeit-Szenario gipfeln. Letzteres beschert dem Film ein völlig überraschendes Finale, welches reichlich Diskussionsstoff birgt (und das man auf keinen Fall spoilern sollte!). Ob man dieses Ende klasse findet oder gänzlich verteufelt, ist letztlich Geschmackssache.

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Insgesamt aber kann man über Knowing resümierend konstatieren: Der Film präsentiert sich formell als etwas unausgegorener Mix aus multiplen Genre-Versatzstücken. Erstaunlicherweise schafft er es trotzdem, weitgehend zu fesseln und zu unterhalten. Die finale Auflösung dürfte sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen, lässt den Streifen aber immerhin noch etwas länger nachhallen. Für Freunde von futuristischen Mystery-Filmen stellt Knowing daher durchaus eine Kinoempfehlung dar!

(Dörte Langwald)

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