16.02.2009 13:27 Uhr -
[Quelle: siehe Bildergalerie]
1972 kommt der Schwule Harvey Milk nach San Francisco und beginnt sich wegen der Übergriffe auf Homosexuelle politisch zu engagieren. Nach mehreren vergeblichen Anläufen - und auf Kosten seines Privatlebens - gelingt ihm 1978 der Sprung in den Stadtrat, wodurch Milk zu einer Art Führer der Schwulenbewegung in den USA aufsteigt. Doch am Ende sind es nicht die Gegensätze zu den Erzkonservativen im Lande, die sein Ende einläuten, sondern die Rivalität zu einem Stadtratskollegen ...
17 Jahre nach seinem Stricher-Drama
My Private Idaho nahm sich Regisseur Gus Van Sant des ersten bekennenden schwulen Politikers der USA in überraschend geradliniger Weise an. Doch diesem überaus ruhigen, zeitweilig gar etwas dahinplätschernden, dafür aber immer unaufdringlichen Erzählrhythmus ist es zu verdanken, dass die facettenreiche Darstellung der Homosexuellen zu keinem Zeitpunkt klischeehaft wirkt. Und sie erlaubt Sean Penn eine so grandiose wie glaubhafte Performance, die ihm nie aus dem Ruder läuft und zum Ende hin sogar zu berühren versteht.
Kein packendes Biopic der großen Gesten, aber gerade wegen seiner leisen Töne ein höchst authentisches Porträt eines Kämpfers für die Toleranz.