09.02.2009 14:47 Uhr -
Agent Salinger (Clive Owen) nimmt es mit dem FInanzgiganten auf. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit
The International versucht sich Regisseur Tom Tykwer am Thriller-Genre. Der Titel spielt dabei nicht nur auf die Hymne der sozialistischen Arbeiterbewegung an, sondern auch auf die Vernetzung des Bankwesens.
Doch die Handlanger der Bank sehen den Ermittlungen nicht untätig zu. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Clive Owen spielt einen Interpol-Agenten, der einer Bank auf der Spur ist, die Guerillakriege finanziert. Clive Owen ist deswegen wütend: Wütend knirscht er mit den Zähnen, wütend knallt er Türen zu und wütend trampelt er auf Telefonen rum, von denen er vermutet, dass sie abgehört werden. An seiner Seite ist Naomi Watts und wirkt nicht wütend, sondern gelangweilt.
Hilfe erhält er von Staatsanwältin Whitman (Naomi Watts). [Quelle: siehe Bildergalerie]
Kein Wunder:
The International ist ein Film, in dem Männer in Konferenzsälen sitzen, sich anmeckern und dann einen neuen Termin vereinbaren. Statt Spannung gibt es gemächlich inszenierte Google-Suchen und SMS-Nachrichten, die verschickt werden. Trotz einer soliden Schießerei im New Yorker Guggenheim-Museum bietet der Film nicht mehr als ein handelsüblicher
Tatort.
Dank nachgedrehter (Action-)Szenen startet der Film erst jetzt. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Grundidee - Banker sind gerissen und allmächtig - wirkt in den Zeiten der Finanzkrise lächerlich. Wer dennoch Lust hat, kann auf
widescreen-vision.de den Trailer sehen, der die gesamte Handlung inklusive dem Ende verrät - und das in nur knapp zwei Minuten.
(Emanuel Bergmann)