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Saw 5

Action:
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Film-Wertung:

Filmkritik
12.01.2009 15:13 Uhr -
Saw 5: Jigsaws Fallen funktionieren noch immer tadellos.

Jigsaw und die Filmreihe über den mordenden Moralapostel sind einfach nicht totzukriegen. Wer den vierten Teil der Saw-Reihe gesehen hat, weiß, dass Jigsaw nicht mehr unter den Lebenden weilt. Doch auch im fünften Teil hat der Killer mit dem Hang zu perfiden Spielen seine Finger in selbigem.

Saw 5: Jigsaw ist tot, doch sein Erbe lebt weiter.
Die Story setzt nahtlos an Saw IV an. Special Agent Peter Strahm geriet darin zuletzt in eine Jigsaw-Falle. Mit einem beherzten Stich in die Luftröhre gelingt es ihm jedoch zu überleben. Jetzt gehört er neben Agent Hoffmann, von dem wir inzwischen wissen, dass er ein weiterer Handlanger Jigsaws war und ist, zu den wenigen Überlebenden der Killer-Spiele. Strahm kommt Hoffmann schon bald auf die Schliche und setzt alles daran, den Jigsaw-Apostel zu überführen. Gleichzeitig kämpfen in einem dunklen Verlies fünf Yuppies ums nackte Überleben und erkennen viel zu spät, dass Teamarbeit sinnvoller als Egotrips wäre.

Altbewertes Rezept
Saw 5: Erneut gilt es herauszufinden, wie man sich aus seiner misslichen Lage befreit, ohne zu viele Körperteile zu verlieren.
Auf geht’s in die fünfte Runde: Unter der Regie von David Hackl, der bisher für die Ausstattung der Saw-Filme zuständig war, wurde der Splatter-Faktor um einige Stufen nach unten geschraubt. Ins Zentrum von Saw V wurde die Ermittlungsarbeit von Agent Strahm gestellt, der krampfhaft versucht, Agent Hoffmann habhaft zu werden. Mittels zahlreicher Flahsbacks tritt natürlich auch Jigsaw erneut in Erscheinung und man bekommt wieder eine neue Facette der Vergangenheit des krebskranken und inzwischen mausetoten Killers geboten. Außerdem klären sich einige Story-Ungereimtheiten des letzten Teils auf.

Saw 5: Bild 4
Getreu dem Motto „Schuster, bleib bei deinem Leisten“ veränderte Hackl aber nicht sehr viel an der Grundstruktur der Saw-Reihe. Eine blutige, aber nicht sonderlich originelle Sequenz eröffnet den brutalen Reigen fieser Spiele. In die Rückblenden und während Strahms Ermittlungsarbeit flossen immer wieder Bezüge zu den bisherigen vier Saw-Teilen ein. Und da natürlich auch wieder ein paar armen Würstchen eine Lektion erteilt werden muss, steckte man fünf unsympathische Protagonisten, die scheinbar alle etwas gemeinsam haben, in einen finsteren Keller. Dort erwarten die Schlachtopfer mehrere Kammern, in denen Explosionen, Elektroschocks, Enthauptungen und Selbstverstümmelung mittels Kreissäge auf dem Spielplan stehen.
Nicht zu vergessen natürlich genügend Hintertürchen, genauer gesagt zwei, um auch einem sechsten Saw-Teil eine Story-Grundlage zu verschaffen. So bekommt Jigsaws ehemalige Angetraute aus dem Nachlass ihres Horror-Ehemanns eine mysteriöse Schachtel vermacht, in die selbstverständlich zunächst nur sie einen Blick werfen darf. Außerdem – und da verrät man nicht zu viel – überlebt auch Agent Hoffmann und kann den Verdacht, ein Handlanger Jigsaws zu sein, von sich ablenken.
Das gesamte Paket aus solider Cop-Story und deftigem Horror ist gut inszeniert und umgesetzt, will aber nicht so recht zusammenpassen. Hackl verzichtete größtenteils auf Wackelkamera und schnelle Schnitte. Fans der Reihe kommen durchaus auf ihre Kosten. Aber aus der Saw-Reihe ist einfach die Luft raus. Der Streifen kann sein Publikum zu keinem Zeitpunkt mehr überraschen und langweilt eher, als zu fesseln. Irgendwie hat man alles schon einmal gesehen. Ob Jigsaw nun einen weiteren Handlanger hatte oder nicht und warum er von einem Cop unterstützt wurde, interessiert im Grunde keine Menschenseele mehr. Jigsaw ist tot und seine Filmreihe sollte langsam, aber sicher ebenfalls zu Grabe getragen werden.

(Thomas Raab)

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