13.10.2008 14:28 Uhr -
Hellboy (Ron Perlman) und seine Kollegen müssen wieder die Welt retten. [Quelle: siehe Bildergalerie]
In Hellboy II spielt Ron Perlman erneut den rothäutigen, schießwütigen, biertrinkenden Teufel, der kleine Kätzchen und Barry-Manilow-Songs liebt. Den meisten Fans ist die Figur aus den Kult-Comics von Mike Mignola bekannt, der bei der Produktion als Co-Autor und Co-Produzent dabei war. Über die Handlung muss man nicht viele Worte verlieren: Ein böser Elfenprinz will den ewigen Frieden zwischen der Menschheit und den Geschöpfen der Nacht brechen, weil die Menschen die Erde mit Parkhäusern und Einkaufszentren verschandeln. Eine sogenannte "goldene Armee" will er entfesseln, eine Truppe riesigen Aufziehroboter, die angeblich unzerstörbar und unbesiegbar ist.
Denn der böse Elfenprinz (Luke Goss) will mit einer Armee mystischer Roboter die Menschheit bekriegen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nun, das wird sich noch zeigen. Denn Hellboy, der zusammen mit anderen skurrilen Freaks für ein geheimes Ministerium der US-Regierung, das "Bureau of Paranormal Research and Defense", die übernatürliche Dreckarbeit macht, soll diese Armee stoppen. Aber warum eigentlich? Denn schließlich kommt auch Hellboy aus einer anderen Welt, gehört zu den Fantasiewesen und nicht zur Menschheit. Eine Tatsache, die ihn die Leute nicht vergessen lassen: Wann immer er in der Öffentlichkeit auftritt, erntet er heisere Angstschreie. Hellboy muss nicht nur mit allerhand schleimigen Kreaturen ringen, sondern auch mit seinem Gewissen - und um die Liebe seiner Angebeteten, Liz Sherman, deren Zorn im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuer entfachen kann.
Da hat der große Rote Einwände. [Quelle: siehe Bildergalerie]
All das ist aber nur die Staffelei, auf der Regisseur Guillermo del Toro seine wahre Kunst entfaltet: Die Bilder und Kreaturen, die er uns präsentiert, sind atemberaubend und visionär. Hellboy II ist vollgepackt mit absurden Monstern und bizarren visuellen Gags. Die Effekte sind vollauf überzeugend, aber sie drängen sich nicht auf. Sie reihen sich nahtlos ein in eine wunderbar verspielte Welt und dabei stehen immer die Figuren und ihre Menschlichkeit im Vordergrund.
Guillermo del Toro beweist erneut sein Händchen für spektakuläre Fantasy. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Hellboy II ist kein besonders tief greifendes Kinoerlebnis, aber es erinnert uns im besten Sinne daran, warum wir Kino lieben: ein Film mit Herz, Humor und viel Spektakel, bei dem wie die echte Welt außen vor lassen und einfach mal wieder träumen können.
(
Emanuel Bergmann)