05.08.2008 11:15 Uhr -
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Oh nein, dies ist keine normale Schule. Dass es im englischen Mädchenpensionat von St. Trinian etwas anders zugeht, muss die junge Chelsea schon bei der Einschulung erkennen: Schrumpfköpfe dekorieren das altehrwürdige Gemäuer, die Empfangs-"Dame" lauscht lieber der Pop-Musik aus ihren Ohrstöpseln, statt sich um die Neuankömmlinge zu kümmern, und die Direktorin (Rupert Everett) des schulischen Etablissements - und ganz nebenbei Chelseas Tante - entpuppt sich als schrullige Eule mit Hang zur Farbe Pink.
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Aber der wahre Hammer kommt erst noch: Die Mitschülerinnen. Die Girls von St. Trinian verkörpern all das, wovor Eltern ihre Kinder immer warnen: Die einen tragen Minirock so knapp, dass die Blasenentzündung vorprogrammiert ist, die anderen Grufty-Look, dass einem Angst und Bange werden kann. Ein Teil achtet nur auf Make-Up und scheint in der Birne so weichgespült, wie ihre schicken Designer-Schuluniformen, ein anderer erweist sich beim Rasenhockey als ein Haufen bissiger Stuten.
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Doch das eigentlich Problem dieser schrulligen Partyschule entpuppt sich als von außen kommend - und schweißt die Mädels erst so richtig zusammen. Denn als der Bildungsminister (Colin Firth), der mit der Direktorin noch ein Hühnchen aus beider amouröser Vergangenheit zu rupfen hat, den pädagogischen Schandfleck schließen lassen will, gilt es rasch Geld heranzukarren und zugleich ganz England zu beweisen, dass das Bildungssystem an der St. Trinian keineswegs versagt hat.
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Party, Pepp und Pennälerinnen: In dieser in die Gegenwart verlegten Leinwandverfilmung einer britischen Fünfzigerjahreserie, die wiederum auf einem Cartoon basierte, geht hinsichtlich der Girlspower so richtig die Post ab. Vergessen Sie
Girls Club,
Mädchen, Mädchen oder
Wilde Hühner - diese skurrile Mischung aus wilder Slapstick-Orgie, ironischer Internats-Posse und peppiger Rock'n Roll-Party könnte, wenn sie ihr (vorzugsweise junges, weibliches) Publikum findet, für dieses ein Aha-Erlebnis irgendwo zwischen
Breakfast Club,
Rocky Horror Picture Show und
American Pie werden.
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Für alle anderen (vor allem älteren) Zuschauer hat diese hippe Teenie-Klamotte neben echter Pfeffer-Musik leider auch einige eher stumpfsinnige Gags zu bieten. Ein spezieller Kalauer ist dabei die Doppelrolle von Rupert Everett einmal als Chelseas Vater und zweitens als spleenige Direktorin des Internats, die den scheinheiligen Biedermann von Minister so richtig eins reinzuwürgen versteht. Fetzig, spritzig, hip - Ein eigenwilliger Film, der aber trotz allem bad-taste-Humors irgendwie Partylaune zu versprühen versteht.