30.08.2007 11:48 Uhr -
Der Roman "Die Päpstin" verkaufte sich über 4 Mio. mal. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nachdem Volker Schlöndorff nicht mehr als Regisseur für die Bestsellerverfilmung
Die Päpstin zur Verfügung steht, wurde mit Sönke Wortmann (
Der bewegte Mann,
Das Wunder von Bern) ein neuer prominenter deutscher Regisseur verpflichtet, wie Constantin gestern bekannt gab. Wortmann wird für die Leinwandadaption des 1996 erschienenen Romans von Donna W. Cross wie bereits seit Längerem bekannt Franka Potente in der Hautprolle in Szene setzen.
Die Produktion stand bisher unter keinem guten Stern. Ursprünglich hatte die UFA zusammen mit Senator Film schon 2003 eine Verfilmung geplant, war aber erst durch Streitigkeiten um die Buchrechte und dann durch die Insolvenz von Senator ausgebremst worden. Constantin sprang in die Bresche. Doch als die erste Klappe im Mai diesen Jahres fallen sollte, sagte US-Schauspieler John Goodman, der die Rolle des Papstes Sergius übernehmen sollte, zur Überraschung aller plötzlich ab. Es folgte eine gerichtliche Klage des Studios auf Schadensersatz gegen Goodman.
Als Regisseur Volker Schlöndorff dann im Juli diesen Jahres eine Diskussion um Sinn und Unsinn der Ausweitung von Kinofilmen zu TV-Mehrteilern (wie bei
Die Päpstin geplant) in der Süddeutschen Zeitung lostrat und klar machte, dass er gegen eine solche sei (er bezeichnete die Behauptung, es läge kein Unterschied zwischen großem Spielfilm und TV-Mehrteiler, als "Schlag ins Gesicht der Filmgeschichte"), kündigte ihm Constantin die Zusammenarbeit bei der Buchadaption. Schlöndorff erwägt nun rechtliche Schritte gegen die Kündigung.
Hoffen wir, dass Sönke Wortmann das Historienfilm-Projekt bald zu einem für alle Seiten - vor allem aber den Kinobesucher - zufriedenstellenden Ende führt. Die Dreharbeiten sollen voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2008 beginnen.